Schwacher Yen: Japans Leistungsbilanz mit Rekorddefizit

Schwacher Yen
Japans Leistungsbilanz mit Rekorddefizit

Im Dezember stieg das Defizit in der japanischen Leistungsbilanz auf einen Rekordwert – vor allem die Abhängigkeit von Energieimporten lastet immer mehr auf der Wirtschaft. Das ist auch eine Folge des schwachen Yen.
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TokioDie starke t. Im Dezember stieg das Defizit in der Leistungsbilanz auf einen Rekordwert, wie aus Zahlen des Finanzministeriums in Tokio vom Montag hervorgeht. Die Wirtschaftsgroßmacht hat demnach wesentlich weniger produziert, als sie insgesamt verbraucht hat.

Das Minus lag im Dezember bei 638,6 Milliarden Yen (etwa 4,5 Mrd Euro). Verglichen mit dem Vorjahr stieg der Fehlbetrag um rund 177 Prozent. Er ergibt sich zu einem guten Teil aus der Differenz zwischen den Aus- und Einfuhren.

Das hohe Defizit ist auch eine Folge des schwachen Yen. Er macht Gas- und Ölimporte, auf die Japan angewiesen ist, teurer. Der Grund: Seit der Katastrophe von Fukushima vor etwa drei Jahren sind die Atommeiler in dem Land abgeschaltet. Um die Unternehmen wieder international wettbewerbsfähig zu machen, will die Regierung die Atomkraftwerke deshalb wieder in Betrieb setzen.

Gleichzeitig leidet die japanische Wirtschaft unter einer getrübten Konsumlaune. Eine anstehende Erhöhung der Mehrwertsteuer von fünf auf acht Prozent drückt den Verbrauchern aufs Gemüt. Nach Regierungszahlen vom Montag verschlechterte sich die Konsumstimmung im Januar den zweiten Monat in Folge.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wo ist Japans Stolz geblieben? Ein Volk voller Heulsusen, die seit 25 Jahren volkswirtschaftlich nichts mehr hinbekommen....außer Massenrückrufe ihrer untauglichen Massenprodukten. Der Todesstoß sind jetzt die Abenomics.

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