Die EU verschärft den Kampf gegen Steuervermeidung. 17 Staaten wurden auf eine „Schwarze Liste“ der EU-Finanzminister gesetzt. Sie gelten als Steueroasen. Unter anderem Südkorea und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Kommentare

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  • "Nehmen wir an, der Staat fährt die Steuern drastisch runter und kappt dafür einige Leistungen, z.B. die Exekutive und die Justiz."

    Man könnte auch Politikerdiäten und -anzahl, überhandnehmende Flüchtlingsaufnahmen und Prestigeprojekte (die genauso teuer wie sinnlos sind) reduzieren. Das nennt man am richtigen Ende sparen.

  • @ Leo Löwenstein
    Mit einer allgemeinen Verschlechterung der Sicherheitslage müssten diese private Security selbst bezahlen. Das würde, so behaupte ich mal, deutlich mehr kosten, als die lächerlichen Steuern, die heute gezahlt werden.

    Lächerlich?? Von wegen!!
    Deutschland hat unter den OECD-Staaten die zweithöchste RAUBLAST (= Steuer- und Abgabenquote). Ganz besonders verheerend ist es für Alleinstehende:
    "Egal welche Musterhaushalte miteinander verglichen werden - in puncto Steuern und Abgaben liegt Deutschland deutlich über dem Schnitt der OECD. Am stärksten trifft es Alleinstehende. Für Steuern und Sozialabgaben beansprucht der Staat bei Singles mit 49,4 Prozent fast die Hälfte ihres Einkommens, im Durchschnitt der wichtigsten westlichen Industriestaaten sind es nur 36 Prozent, also ein gutes Drittel. Damit hat Deutschland für Alleinstehende die zweithöchste Steuer- und Abgabenlast überhaupt."
    http://www.deutschlandfunk.de/oecd-deutschland-hat-zweithoechste-steuer-und-abgabenquote.769.de.html?dram:article_id=383638

    Ach ja: Wenn Ihnen jemand 100% Ihres Einkommens unter Androhung von Gewalt wegnehmen würde, dann würden Sie diesen "Jemand" als "Räuber" bezeichnen. Ab wann wäre es für Sie kein Raub mehr? Ab 75%? 50%? 25%?
    Es gibt NICHTS, was von privaten Dienstleistern nicht besser und effizienter erbracht werden könnte als vom staatlichen Monopolisten. Die Minimalstaatler (zu denen auch ich mich zähle), gestehen dem "stationären Banditen" (Mancur Olson) Staat aber gewisse Kernaufgaben zu (was jedoch letztlich inkonsequent ist). Dazu zählen z.B. die innere Sicherheit und die Landesverteidigung. (Dafür ist eine Steuerquote von ca. 15% absolut ausreichend!) Die Anarchokapitalisten gehen auch hier noch einen entscheidenden Schritt weiter: tatsächlich lässt sich auch das vollständig privatisieren: so gibt es höchst effiziente private Sicherheits- und Militärdienstleister wie etwa Blackwater, die es mit (fast) jedem staatlichen Militär aufnehmen können.

  • Hier jammern ja einige auf sehr hohem Niveau, dabei geht's allen gut.
    Nehmen wir an, der Staat fährt die Steuern drastisch runter und kappt dafür einige Leistungen, z.B. die Exekutive und die Justiz.
    Was wir dann haben, wollen die Reichen bestimmt nicht, weil dann müssen sie hier wegziehen. Mit einer allgemeinen Verschlechterung der Sicherheitslage müssten diese private Security selbst bezahlen. Das würde, so behaupte ich mal, deutlich mehr kosten, als die lächerlichen Steuern, die heute gezahlt werden.
    Ja, auch ich würde gerne von meinem Verdienst mehr übrig behalten, aber der soziale Friede sollte nicht unterschätzt werden. Da geht's uns hierzulande verdammt gut, noch.
    Der pure Kapitalismus führt uns zurück ins Mittelalter mit Fürsten etc., da kamen dann auch irgendwann die Köpfe runter.

    Hier hatte ja jemand HongKong hochgelobt, wurden da nicht die Demonstanten für eine demokratische Wahl niedergeknüppelt? Ja, schön frei ....
    Amerika ist auf dem absteigenden Ast, Trump beschleunigt das nur.
    In Amerika wird kein einziger Job entstehen, bloß weil die Steuern für Unternehmen gesenkt werden, nicht mehr heute, in der globalisierten Welt. Unter Reagan mag das noch funktioniert haben, aber die Rahmenbedingungen haben sich deutlich geändert.
    Die Verschuldung Amerikas wird deutlich ansteigen, das kann nicht ewig so weitergehen. Nämlich nur so lange, wie China das mitmacht, dann ist Schluß.

  • Grenzen rechtswidrig für den Einfall der Barbaren niederreißen und sich über freien Kapitalverkehr der Leistungsträger aufregen? Das paßt genau so wenig zusammen wie ein freies Europa und die totalitären EU-Bonzen.

  • Es wöre sinnvoller, wenn die EU zunächst einmal gleiche Steuer- und Sozialregeln oder wenigstens Mindeststandards im Binnenmarkt durchsetzen würde.
    Die Äufzählung der Steuerparadiese liesst sich wie ein Traumreisen-Katalog, die Relevanz für das Steueraufkommen ist minimal.

  • "EU ächtet 17 Staaten als Steueroasen"...als gäbe es keine anderen Sorgen in der EU.

    Ein Anfang wäre sicher, die eigene Steuerpolitik im Sinne der Steuerzahler anzupassen und nicht Milliarden an Steuergeldern zu verschwenden!

    Die Länder der "schwarzen" Liste sind uns als Unternehmer übrigens sehr sympathisch. Wie Trump soeben bewiesen hat, kann man die Steuerpolitik übrigens auch im eigenen Land verändern.

    Unternehmen gehen natürlich in das Land, wo die Bedingungen in Zukunft am besten sind. Nicht dahin wo Bürokratie, Steuern und Gewerkschaften den höchsten Belastungsgrad entfalten!

  • Die EU verschärft den Kampf gegen Steuervermeidung. 17 Staaten wurden auf eine „Schwarze Liste“ der EU-Finanzminister gesetzt.
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    Das Ganze ist völlig inakzeptabel. Warum? Die EU-Finanzminister hätten erst einmal das EU-Haus bereinigen müssen: Niederlande, Irland, Luxemburg, Malta und Zypern.

  • Die Liste habe aber nichtsdestotrotz bereits in mehr als 40 Drittstaaten zu einem Umdenken in der Steuerpolitik geführt"

    Ist immerhin ein Anfang. Der selbstverständlich auch auf EU-interne Steueroasen angewendet werden muss.

    Denn: Auf einer solchen öffentlich zugänglichen Liste zu stehen, ist für die betreffenden Staaten auf jeden Fall mit Unannehmlichkeiten verbunden.

    Das alles darf aber nicht davon ablenken, dass das Wichtigste immer noch der (oft schmerzlich vermisste) verantwortungsvolle Umgang mit dem Geld der Bürger ist.

  • Die Dreistigkeit der EU-Behörden und ihrer Protagonisten kennt absolut keine Grenze mehr!
    Was ist mit Luxemburg??? Das ist die, insb. für Deutschland, mit weitem Abstand schädlichste Steueroase weltweit! Da geht es um Billionen-Beträge pro Jahr. Auserdacht und umgesetzt von dem ungekrönten König der EU, Herrn Juncker. Nach diesem auch "Juncker-System" genannten Modell lässt es sich für die ganz Großen, etwa Apple oder Google nahezu steuerfrei ganz prima leben in Europa. Schäuble hat nie etwas dagegen einzuwenden gehabt. Er weiß eben, was er seinen Freunden und Gönnern schuldig ist.

  • Herr Zehner,

    stimmt. 10% Steuer auf Zinseinkümfte und nicht fast das Dreifache.

    Es dürfte in Deutschland eher noch mehr werden. Man will ja die Zinseinkümfte wie alle andere Einkünfte besteuern.

    Wir sind auf dem besten Weg. Ich mit Family dann auch. Notfalls Malta und einem kostenfreien schönerem Wetter als Bonus.

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