Schwere Gefechte
Israel richtet Pufferzone im Gazastreifen ein

Israels Armee hat am Donnerstag seine Gaza-Offensive ausgeweitet und sich dabei erstmals Bodengefechte mit radikalen Palästinenser geliefert. Es waren die schwersten Kämpfe seit dem israelischen Abzug aus der Region im vergangenen Jahr. Unterdessen haben die Truppen zudem mit der Einrichtung einer Pufferzone im Gazastreifen begonnen.

HB BEIT LAHIJA. Die Militärs besetzten mehrere frühere jüdische Siedlungen im Norden des Küstengebiets, um weitere Raketenangriffe auf Israel zu verhindern. Die Offensive kostete am Donnerstag mindestens 13 Palästinenser und einen israelischen Soldaten das Leben.

Die 110 000 Einwohner zählende Stadt Aschkelon wurde am Mittwochabend zum zweiten Mal binnen zwei Tagen von einer Rakete getroffen, verletzt wurde aber niemand. Da die selbst gebauten palästinensischen Raketen nur eine kurze Reichweite haben, hofft Israel, mit einer Pufferzone weitere Angriffe verhindern zu können. Schon beim israelischen Abzug aus dem Gazastreifen im vergangenen Jahr hatten Kritiker gewarnt, dass die Aufgabe der strategisch gelegenen Siedlungen die Gefahr vergrößere, dass Israel mit Raketen angegriffen werde.

Pläne zur Wiederbesetzung des Gazastreifens gebe es nicht, betonte Verteidigungsminister Amir Perez. Ziel der Militäraktion sei es, den verschleppten Soldaten Gilad Schalit zu befreien und die Raketenangriffe zu beenden. Die Palästinenser hätten noch immer Gelegenheit, die Krise zu beenden. Sobald Schalit frei sei und der Raketenbeschuss aufhöre, werde Israel seine Soldaten zurückrufen, sagte Perez weiter.

Kabinettsminister Binjamin Ben Elesier erklärte, Israel werde es vermeiden, Soldaten und Panzer in dicht besiedelte Gebiete wie Beit Lahija oder Beit Hanun zu schicken. Aus Regierungskreisen verlautete jedoch, genau das sei geplant. Allerdings würden die Ortschaften nicht dauerhaft besetzt werden.

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