Schwere Wirtschaftskrise
IWF kurz vor Freigabe von Milliarden-Hilfen für Ägypten

Der Internationale Währungsfonds will die ägyptischen Behörden bei ihrem Reform-Kurs unterstützen. Wegen der Wirtschaftskrise und dem Ausbleiben von Touristen sollen gut zwölf Milliarden Dollar das Wachstum ankurbeln.

KairoÄgypten kann auf die baldige Freigabe eines zwölf Milliarden Dollar schweren Hilfspakets des Internationalen Währungsfonds hoffen. IWF-Chefin Christine Lagarde kündigte am Dienstag an, bei der Sitzung des Führungsgremiums am Freitag eine Zustimmung zu dem Kreditantrag zu empfehlen. Die ägyptischen Behörden hätten in den vergangenen Monaten einen ehrgeizigen Reform-Kurs eingeschlagen, um die Wirtschaft des Landes und den Arbeitsmarkt nachhaltig voranzubringen. Der ägyptische Vize-Finanzminister Ahmed Kuchuk sagte, die erste Tranche über 2,75 Milliarden Dollar solle nächsten Dienstag fließen.

Die Regierung in Kairo hatte sich im August mit IWF-Vertretern im Grundsatz auf das Kreditprogramm mit drei Jahren Laufzeit verständigt. Es soll unter anderem helfen, das Haushaltsdefizit und die Staatsschulden zu verringern, das Wachstum anzukurbeln und Arbeitsplätze zu schaffen.

Eine schwere Wirtschaftskrise setzt Ägypten zu, das Land braucht dringend Devisen. Es leidet nach dem Umsturz im Zuge eines Volksaufstandes vor fünf Jahren noch immer unter politischer Unsicherheit. Ihm macht vor allem zu schaffen, dass Touristen und Investoren einen Bogen um das Land am Nil machen. Ausländische Währungen kommen nur noch unzureichend ins Land, das ägyptische Pfund hat stark an Wert verloren.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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