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Schweres Erbe: Wohin steuert Mario Draghi die EZB?

Auf seinem neuen Posten an der EZB-Spitze hat Draghi den Leitzins zweimal gesenkt und die Märkte mit Geld geflutet. Das hat die Anleihen- und Aktienmärkte beflügelt - aber die EZB auch näher an die Politik herangerückt.

Eines kann man Mario Draghi sicher nicht vorwerfen: Tatenlosigkeit. Seit der Italiener vor bald 100 Tagen an die Spitze der Europäischen Zentralbank (EZB) aufrückte, kramt er tief im Instrumentenschrank. Schließlich brennt es im Euroraum lichterloh - und nicht wenige sehen in der EZB den einzigen potenten Retter im Kampf gegen Schuldenkrise, drohenden Bankenkollaps und Rezession. „Realistisch gesehen verfügt gegenwärtig nur noch die Geldpolitik über die Mittel, die Wirtschaft zu beleben“, sagt etwa Ansgar Belke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW).

Quelle: dpa