Schwerste Gefechte seit Gaza-Abzug
Neue Gewalt in Nahost

Nur zwei Wochen nach dem israelischen Abzug aus dem Gazastreifen eskaliert in Nahost wieder die Gewalt. Nach palästinensischen Raketenangriffen auf Grenzorte in Israel begann die israelische Armee am Sonntag eine neue Offensive.

HB JERUSALEM. In der größten Razzia seit Monaten nahm die israelische Armee am Sonntag im Westjordanland zudem 207 mutmaßliche Extremisten fest, darunter zwei Anführer der radikal-islamischen Organisation Hamas. Zugleich setzte das Militär seine Angriffe auf den Gaza-Streifen fort. Nahe dem Küstenstreifen hielten sich Truppen für einen Einmarsch bereit. Israels Ministerpräsident Ariel Scharon kündigte an, künftig mit allen Mitteln gegen Extremisten vorzugehen. Zum ersten Mal seit der im Februar geschlossenen Waffenruhe wurde die Armee wieder ermächtigt, radikale Palästinenser gezielt zu töten. Der Konflikt hatte am Freitag begonnen, als die Hamas Raketen auf Israel abfeuerte.

Während UN und EU beide Seiten zu Zurückhaltung aufriefen, signalisierten die USA eine Unterstützung für das strikte Vorgehen Israels.

Die israelische Armee teilte mit, die Festnahmen im Westjordanland gehörten zu einer Reihe von Maßnahmen, mit denen die Palästinenser von einem weiteren Raketenbeschuss Israels abgehalten werden sollten. Dazu war es gekommen, nachdem bei einer Hamas-Versammlung im Gaza-Streifen durch eine Explosion 16 Menschen getötet worden waren. Die Hamas machte Israel dafür verantwortlich und feuerte etwa 40 Raketen auf israelisches Gebiet. Israel wies die Vorwürfe jedoch zurück. Die Palästinenserbehörde ging davon aus, dass es sich bei der Explosion auf der Kundgebung um einen Unfall unter den mit Sprengstoff hantierenden Hamas-Mitgliedern gehandelt habe.

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