Schwerster Anschlag in Bagdad seit Saddam-Sturz
Mindestens acht Tote bei Attentat in Bagdad

Bei der Explosion einer Autobombe vor der jordanischen Botschaft in Bagdad sind am Donnerstag nach Angaben von Augenzeugen mindestens acht Menschen ums Leben gekommen. Es war der bislang schwerste Anschlag in der irakischen Hauptstadt seit dem Sturz des Regimes von Saddam Hussein vor vier Monaten.

HB/dpa BAGDAD/KAIRO. Irakische Polizisten erklärten gegenüber dem arabischen TV-Sender El Dschasira, fünf ihrer Kollegen, die zur Bewachung der Botschaft abgestellt waren, seien ums Leben gekommen. Augenzeugen sagten, gegen 11.00 Uhr habe ein Mann das Auto vor dem Eingang der Botschaft abgestellt. Die Fassade der Botschaft wurde durch die heftige Explosion zerstört. Die Botschaft liegt an einer belebten Straße. Mehrere vorbeifahrende Autos wurden stark beschädigt.

Über Täter und Motiv gibt es bislang keinerlei Angaben. Anhänger des alten Regimes hatten Ägypten und Jordanien nach dem Krieg des Verrats bezichtigt. Vor einer Woche hatte der jordanischen König den zwei älteren Töchtern von Ex-Präsident Saddam Hussein, Rana und Raghad, Asyl gewährt. „Wir haben bisher keinerlei Informationen darüber, wer hinter diesem Terrorakt steckt“, sagte der jordanische Informationsminister Nabil el Scharif in einem Interview mit El Dschasira.

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