„Schwierige Entscheidung“
Bush billigt Todesstrafe für US-Soldaten

Erstmals seit über 50 Jahren hat ein US-Präsident wieder der Hinrichtung eines verurteilten Soldaten zugestimmt. George W. Bush unterschrieb jetzt das entsprechende Gesuch eines Militärgerichts.

HB WASHINGTON. Der Gefreite Ronald Gray wurde 1988 wegen vierfachen Mordes und acht Fällen von Vergewaltigung zum Tode verurteilt. Seither wartet er in einem Gefängnis im US-Staat Kansas auf die Vollstreckung der Strafe.

Zuletzt hatte der damalige Präsident Dwight Eisenhower 1957 der Todesstrafe gegen einen verurteilten Angehörigen der Streitkräfte zugestimmt. Der wegen Vergewaltigung eines elfjährigen Mädchens verurteilte John Bennett wurde 1961 gehängt.

Ein Mitglied der US-Streitkräfte darf nur mit Zustimmung des Oberbefehlshabers, also des US-Präsidenten, hingerichtet werden. Wann und wo Gray hingerichtet werden soll, war zunächst nicht bekannt.

"Obwohl es eine ernste und schwierige Entscheidung für einen Oberbefehlshaber ist, ein Todesurteil gegen ein Mitglied der Streitkräfte zu bestätigen, glaubt der Präsident, dass die Fakten in diesem Fall keinen Zweifel daran lassen, dass die Strafe gerecht und notwendig ist", sagte Bushs Sprecherin in einer Erklärung.

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