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Agrarminister Gaymard wird Nachfolger von Sarkozy

Der französische Agrarminister Hervé Gaymard wird Nicolas Sarkozy als Wirtschafts- und Finanzminister ablösen.

HB PARIS. Sarkozy hatte zuvor seinen Rücktritt eingereicht und war so einer Forderung des französischen Präsidenten Jacques Chirac nachgekommen. Chirac hatte von seinem innerparteilichen Rivalen verlangt, sein Regierungsamt aufzugeben, wenn ihn die französischen Konservativen zu ihrem Parteichef machen. Das war am Sonntag geschehen. Der 44-jährige Gaymard gilt als enger Vertrauter Chiracs. Das Haushaltsministerium übernehme der bisherige Regierungssprecher Jean-Francoise Cope, teilte das Büro Chiracs weiter mit. Der bisherige Amtsinhaber Dominique Bussereau erhalte Gaymards Posten im Agrarministerium.

Gaymard steht vor der Aufgabe, das Wirtschaftswachstum des Landes zu fördern und die Arbeitslosenquote wie von der Regierung versprochen unter neun Prozent zu drücken. Dabei dürfte er sich schwer tun, die politischen Fußstapfen von Sarkozy auszufüllen. Der 49-jährige Sarkozy genoss ein hohes Maß an Freiheit während seiner acht Monate an der Spitze des Amtes. Dazu trug seine große Popularität bei den Wählern bei und die Tatsache, dass er hinter Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin der zweitwichtigste Mann im Kabinett war. Sarkozy gilt als neuer Hoffnungsträger der französischen Konservativen, die sich durch Verluste bei den Kommunal- und Europawahlen angeschlagen fühlen. Sein neuer Posten an der Spitze der UMP gibt ihm eine gute Ausgangsbasis für sein ehrgeiziges Ziel, Chirac als Staatsoberhaupt zu beerben.

Neben Gaymard waren als mögliche Kandidaten für das Finanzministerium auch Gesundheitsminister Philippe Douste-Blazy und France-Telecom-Chef Thierry Breton genannt worden. Aktien des Konzerns legten am Morgen an der Pariser Börse um mehr als 1,8 % zu, als sich die Gerüchte verdichteten, Breton bleibe France Telecom erhalten.

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