Währung
Schotten-Referendum beflügelt britisches Pfund

Die ersten Zwischenergebnisse zum Unabhängigkeitsreferendum in Schottland haben die Währungsmärkte bewegt. Das britische Pfund legte gegenüber dem Euro zu.
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DüsseldorfDie Aussicht auf ein "Nein" zu einer Loslösung Schottlands von Großbritannien hat am Freitag weitere Anleger zu einem Einstieg ins Pfund Sterling ermuntert. Es stieg zeitweise auf 1,6524 Dollar. Einsetzende Gewinnmitnahmen ließen die Valuta aber wieder auf 1,6454 Dollar zurückfallen.

„Der Markt kann sich wieder den ökonomischen Themen des weiterhin vereinigten Königreichs widmen“, kommentierte Commerzbank-Analyst Ulrich Leuchtmann den Ausgang des schottischen Referendums. „Für Euro/Pfund heißt das wohl: Es geht weiter nach unten. Denn die Schere zwischen BoE- und EZB-Geldpolitik geht immer weiter auseinander.“ Am Freitag fiel der Euro auf ein Zwei-Jahres-Tief von 0,7811 Pfund.

Börsianer gehen davon aus, dass die britische Notenbank zum Jahreswechsel die Zinsen wieder anheben wird. Von den europäischen Währungshütern erwarten sie dagegen weitere Geldspritzen zur Ankurbelung der schwächelnden Konjunktur in der Euro-Zone. Die Bank of England hat erklärt, sie werde sich nicht zum Ausgang des Referendums in Schottland äußern.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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