Sechs jüdische Opfer in Istanbul beigesetzt
Die Spuren führen nach Afghanistan

Türkische Zeitungen haben am Dienstag Namen und Fotos von vier türkischen Extremisten veröffentlicht, die in die Selbstmordanschläge auf zwei Istanbuler Synagogen verwickelt gewesen sein sollen. Sie fanden zudem eine Verbindung zu einer Organisation aus Afghanistan.

HB ISTANBUL. Die schwer verstümmelten Leichen von drei der Männer seien am Tatort gefunden worden, während der Verbleib des vierten Mannes unklar sei, berichteten die Zeitungen. Die Polizei wollte dies aber nicht kommentieren, so lange DNA-Tests vom am Tatort gefundenen Hautfetzen nicht abgeschlossen sind. Bei den Anschlägen am Samstag waren mindestens 25 Menschen getötet und 300 verletzt worden.

Den Zeitungsberichten zufolge stammten alle vier Männer aus dem Ort Bingol im Osten der Türkei, der rund 800 Kilometer von Istanbul entfernt ist. Drei der vier seien in Pakistan und dem Iran ausgebildet worden. Einer der vier soll auch in Tschetschenien gegen die russische Armee gekämpft haben. Die Männer seien entweder Mitglieder der „Front der Vorkämpfer für einen Großen Islamischen Osten“ (IBDA-C) oder der „Islamischen Bewegung“ gewesen, hieß es in den Berichten.

Der türkische Außenminister Abdullah Gül sagte, bei den Ermittlungen habe sich eine Verbindung zu einer Organisation aus Afghanistan ergeben. Das Land ist eine Basis der El-Kaida-Organisation des Moslem-Extremisten Osama bin Laden. Daher sei auch eine Verwicklung des dort besonders aktiven Terrornetzwerks denkbar, sagte Gül. „Die Beweise, die sich ergeben haben, zeigen, dass die Sicherheitsdienste Erfolg bei ihrer Arbeit hatten“, sagte Gül. Einzelheiten nannte er nicht.

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