Sechster Wechsel seit 2000
Neuer Ministerpräsident in Taiwan ernannt

Nach dem überraschenden Rücktritt von Ministerpräsident Su Tseng Chang hat Taiwans Präsident am Montag den Nachfolger für das Amt des Regierungschefs bekannt gegeben. Es ist der sechste Wechsel seit 2000.

HB TAIPEH. Der taiwanesische Staatspräsident Chen Shui-bian hat am Montag den Spitzenpolitiker Chang Chun-hsiung zum neuen Ministerpräsidenten ernannt. Der 69-Jährige, der langjährige Erfahrung im Umgang mit Festlandchina hat, ist schon der sechste Regierungschef, der in der demokratischen Inselrepublik seit dem Amtsantritt des Präsidenten vor sieben Jahren berufen worden ist.

Das Gründungsmitglied der regierenden Fortschrittspartei (DPP) war in seiner politischen Karriere schon von 2000 bis 2002 über 16 Monate Regierungschef und später Vorsitzender der wichtigsten politischen Gremien für die Beziehungen zum kommunistischen China sowie enger Berater des Staatspräsidenten.

Er wird Nachfolger von Su Tseng-chang, der als Konsequenz aus seiner Niederlage im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur zurückgetreten war. Bei der Präsidentenwahl im März 2008, wenn Präsident Chen Shui-bian nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten kann, wird vielmehr der 60-jährige frühere Ministerpräsident Frank Hsieh für die Regierungspartei antreten.

Der moderate Hsieh tritt gegen den charismatischen Ma Ying-jeou von der oppositionellen Kuomintang an, die für eine Annäherung mit Festlandchina eintritt, während die Fortschrittspartei auf die Eigenständigkeit Taiwans pocht. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und droht im Falle einer formellen Abspaltung der Inselrepublik mit gewaltsamer „Rückeroberung“.

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