"Sehr gute Kandidaten werden blockiert"
Stiglitz kritisiert das Verfahren zur Nominierung des IWF-Chefs

Kurz vor der Nominierung des neuen Chefs des Internationalen Währungsfonds (IWF) hat der amerikanische Wirtschafts-Nobelpreisträger Joseph Stiglitz scharfe Kritik am Auswahlverfahren geübt.

WASHINGTON. „Meine Sorge ist, dass es sich dabei nicht nur um einen Prozess hinter verschlossenen Türen handelt“, sagte Stiglitz im Handelsblatt-Interview. „Es geht außerdem nur darum, den bestqualifizierten Europäer zu finden." Die Regierungen in den USA und in Europa blockierten „sehr gute Kandidaten“ aus anderen Erdteilen, weil sie zusammen die Mehrheit der Stimmanteile im IWF hätten. Bislang galt zwischen Amerikanern und Europäern das stillschweigende Einvernehmen, dass der IWF-Direktor aus Europa kommt und die Weltbank-Spitze von den USA besetzt wird. Gute Chancen auf den IWF-Chefposten hat der scheidende spanische Wirtschaftsminister Rodrigo Rato.

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