Selbstbestimmung unter internationaler Aufsicht
Serben lehnen überarbeiteten UN-Kosovo-Plan ab

Eine geänderte Version des UN-Plans zur Zukunft des Kosovos ist wie erwartet bei den Serben auf Ablehnung und bei den Kosovo-Albanern auf Zustimmung gestoßen.

HB PRISTINA. Der Vorschlag enthalte keine wesentlichen Änderungen und sei für Serbien deshalb nicht akzeptabel, erklärten Präsident Boris Tadic und Ministerpräsident Vojislav Kostunica nach einem Treffen am Donnerstag in Belgrad. Der Präsident der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz, Fatmir Sejdiu, bezeichnete den Plan hingegen als „wichtige Grundlage für die Unabhängigkeit des Kosovos“.

Der Vorschlag des UN-Vermittlers Martti Ahtisaari sieht für das Kosovo eine weit reichende Selbstbestimmung unter internationaler Aufsicht vor. Dazu gehört das Recht auf eine eigene Flagge, Nationalhymne, Streitmacht, Verfassung und Mitgliedschaft in internationalen Organisationen. Serbien beharrt jedoch darauf, dass das Kosovo integraler Teil seines Staatsgebiets bleiben müsse.

Beide Seiten kommen am Samstag in Wien zu einer letzten Gesprächsrunde zusammen, bevor Ahtisaari seinen Plan dem Weltsicherheitsrat vorlegt. Bei diesem liegt die endgültige Entscheidung über die Zukunft der Provinz, die seit 1999 von den Vereinten Nationen verwaltet wird.

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