Selbstgebrautes Bier

Obamas Geheimrezept im Wahlkampf

In den USA tobt der Wahlkampf. Zwischen Kriegs- und Krisennachrichten darf sich Barack Obama nun mal über ein heiteres Thema freuen: Sein selbstgebrautes Bier sorgt gerade für Aufsehen und alle wollen das Rezept.
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Bierliebhaber Obama braut im Weißen Haus sein eigenes Ale. Quelle: Reuters

Bierliebhaber Obama braut im Weißen Haus sein eigenes Ale.

(Foto: Reuters)

WashingtonIn der Sommerhitze des Wahlkampfgefechts setzt der amtierende Präsident auf kühles Selbstgebrautes und weckt damit die Neugier der Bierfans im ganzen Land: Sie fordern das Geheimrezept von Obamas Hausbier.

Vergangene Woche plauschte Obama bei einer Wahlkampf-Tour mit einem Café-Besitzer in Iowa über Bier und schenkte dem Mann spontan eine Flasche seines Hausbiers, das er aus seinem Kampagnenbus holen ließ. Nur eine kleine Randszene im US-Wahlkampftrubel, doch Medienvertreter und Amerikas Bierfans stürzten sich auf das Thema.

Der Café-Besitzer aus Iowa bekam eine Flasche „White House Honey Ale“, angeblich eine von drei Biersorten aus dem Weißen Haus. Obama lässt das Bier schon seit längerem in den Kellern seines Regierungssitzes in einer kleinen Brauerei herstellen – nach welchem Rezept wollte das Weiße Haus bisher nicht bekanntgeben.

Doch so leicht lassen sich die Bierliebhaber nicht abspeisen: Einer hat eine Anfrage nach dem „Freedom of Information Act“ (FOIA), dem Informationsfreiheitsgesetz, verfasst und fordert ganz offiziell die Herausgabe des Rezepts. Diese sei von öffentlichem Interesse, denn sie würde wesentlich zum allgemeinen Verständnis der Regierungsaktivitäten beitragen.

Der Hobby-Braumeister verfolge keine kommerziellen Ziele und sei daher bereit, eine Gebühr von nur maximal 20 Dollar zu zahlen. Ein größerer Anreiz für den Sachbearbeiter dürfte es wohl sein, dem Antragsteller eine vom Präsidenten signierte Rezeptkopie zuschicken: „Dann wärst Du der coolste FOIA-Beamte der ganzen Regierung, und wer könnte so einem Titel schon widerstehen?“, heißt es in dem Schreiben, dessen Kopie auch im Internet steht.

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9 Kommentare zu "Selbstgebrautes Bier: Obamas Geheimrezept im Wahlkampf"

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  • @ Zeitzeuge, BEngel
    Es gibt wohl kein Thema zu dem ihr zwei Weltökonomen euch nicht äussert. Was heisst hier äussern; richtiger wäre auskotzt. Jetzt fehlen nur noch Edelzwicker, Karstenberwanger und Magritt117888 und der Bekloppten-Stammtisch hat sich wieder gefunden.

  • Mal sehen, wie Frau Merkel das Herz des Volkes gewinnen könnte: Mein Tipp: Sie könnte mit einem kleinen Hund daherkommen, der lustuig und froh um "Mutti" rumspringt - so richtig herzig...

    Was lerne ich aus solchen Szenarien: Denken ist nicht Volkes Sache, die Masse ist eher für "Dinge" zu begeister, wo es auf gutes Nicht-Denken ankommt...

  • Doch mit Ihm hat die Welt eine emotionale Kraft .

    Ja und Obama will den Euro um jeden Preis erhalten, weswegen vor seiner "Wieder"wahl Griechenland nicht aus dem Euro aussteigen darf!
    Tolle emotionale Kraft, die er hat!
    So menschlich und überzeugend!

  • Ja, klar, deshalb ist Irland auch das Land der "blühenden Landschaften" und kaum jemand hat in den letzten 250 Jahren seiner Heimat den Rücken gekehrt, alles sehr ähnlich wie seit 1945 in der sowjetischen Besatzungszone, der späteren DDR und dem jetzigen Ostdeutschland, alle(s) sehr "normal"... klar doch, spätestens, wenn mann oder frau genug Bier in die dumme Rübe gekippt haben - Amerika macht's vor!

  • Na, auf ein „White House Honey Ale“ würde ich gerne verzichten....
    Der Nachgeschmack wäre einfach zu bitter und verlogen.....
    Der Welt Abschaum hat keinen guten Bierschaum zu bieten...

  • Obama, der "Präsident von der traurigen Gestalt", leider nicht nur das. Er hat die Hoffungen seiner Wähler genau so mißbraucht, wie Frau Merkel das Vertrauen ihrer Wähler ebenso mißbraucht. Anscheinend sind die Wähler nicht lernfähig oder es ist ihnen egal, jede Legislarutperiode aufs Neuen mißbraucht zu werden. Volksmißbrauch ist nicht strafbar und wohl auch nicht besonders gefährlich für die, die ihn durchführen, wohl überhaupt nicht für die, die ihn veranlassen. Auf welches Niveau wird das politische Leben der USA noch absinken, wenn inzwischen auch mit alkohaltigen Getränken um die angebliche "Macht" gepokert wird: Das Bild des Präsidenten und seines Gegenspieles auf Bierflaschen - zum Lachen, wenn der "Rest" der Problemlage nicht so real daneben wäre...

  • Nicht vergessen: Obama ist auch irischer Abstammung! Als er Irland besuchte, sagte er: "Wir sind die O'Bama von (er nannte den Ort von welchen seine iririschen Vorfahren kamen. Muhammad Ali (der boxende Dichter) and General Colin Powell hatten auch irische Vorfahren. Die Iren sind Kelten - und im Gegensatz zu den Angel-Sachsen, "normal"...

  • Sicher hat Obama es nicht einfach . Doch mit Ihm hat die Welt eine emotionale Kraft . Die nicht zu unterschätzen ist .

  • Obama muesste sehr viel Bier brauen, um dem arbeitslosen Joe-Sixpack zu helfen. Der konzeptlose Schuldenkoenig Obama ist nur peinlich. Nicht dass ich den kriegsluesteren Romney fuer die bessere Alternative halte. Aber Obama hat seine Zeit genutzt um zu zeigen, was er nicht kann.

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