Selbstmordanschlag in Pakistan
Beerdigung wird zur Todesfalle

Bei einem Selbstmordanschlag in Pakistan sind 34 Menschen auf einer Beerdigung getötet worden. Ein Großteil der Opfer seien Angehörige einer regierungstreuen Stammesmiliz, die die Taliban aus der Gegend vertreiben wolle.
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IslamabadEin Selbstmordattentäter hat bei einer Beerdigung nahe der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar mindestens 34 Menschen mit in den Tod gerissen. Der Verwaltungschef des Distrikts Peshawar, Siraj Ahmad, sagte, mehr als 40 Menschen seien verletzt worden. Der Attentäter habe sich auf der Beerdigung der Ehefrau eines regierungstreuen Stammesführers in der Region Adezai in die Luft gesprengt, an der rund 150 Menschen teilnahmen.

Ahmad sagte, die meisten Opfer seien Angehörige einer Stammesmiliz, die die Taliban aus der Gegend vertreiben will. Ein Augenzeuge sagte dem Sender Geo TV, der 35 bis 40 Jahre alte Attentäter habe „Gott ist groß“ gerufen, bevor er seine Bombe zündete. Ein weiterer Augenzeuge sagte, die Wucht der Detonation habe ihn auf den Boden geworfen. „Als ich aufstand, sah ich überall Leichen liegen.“

Der Anschlag am Mittwoch wurde etwa 20 Kilometer südöstlich von Peshawar, der Hauptstadt der Provinz Khyber-Pakhtunkhwa, verübt.

Am Dienstag waren bei einem Autobomben-Anschlag in der ostpakistanischen Stadt Faisalabad 26 Menschen getötet und mehr als 130 weitere verletzt worden. Zu der Tat in Faisalabad bekannten sich die Taliban.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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