Selbstmordattentäter
28 Tote bei Anschlag auf Pakistans Innenminister

Bei einem Bombenanschlag im Nordwesten Pakistans sind am Samstag mindestens 28 Menschen getötet worden. Etwa 50 weitere wurden verletzt, darunter auch der Innenminister des Landes, Aftab Sherpao, und sein Sohn.

dpa ISLAMABAD. Nach Medienberichten zündete ein Selbstmordattentäter bei einer politischen Kundgebung in dem Ort Char Sadda einen Sprengsatz.

Der pakistanische Präsident Pervez Musharraf verurteilte den Anschlag als Versuch von Terroristen, die Sicherheitslage im Land zu untergraben. „Aber wir sind entschlossen, die schändlichen Taten dieser monströsen Elemente zu vereiteln“, sagte Musharraf.

Wie der Polizeichef der nordwestlichen Provinz, Sharif Virk, dem privaten Nachrichtensender Geo News sagte, hatte der Innenminister bei der Veranstaltung einer regierungsfreundlichen Splitterpartei gerade eine Rede beendet, als der Attentäter in der Menschenmenge vor dem Podium die Bombe zündete. Sherpao wurde mit leichteren Verletzungen in ein Krankenhaus nach Peshawar gebracht. Auch sein Sohn wurde entgegen ersten Schilderungen nur leicht verletzt.

Unter den Verletzten waren auch Mitglieder der Provinzregierung und des Parlaments. Informationen über das Motiv des Täters lagen zunächst nicht vor. Nach Angaben der Polizei wurde der Kopf des Mannes später gefunden. Anhand seines Aussehens könnte es sich um einen Afghanen handeln, sagte Polizeichef Virk. In der an Afghanistan grenzenden Region kam es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Anschlägen militanter Gruppen.

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