Selbstmordattentate und Explosionen
Mehr als 60 Tote bei erneuten Anschlägen im Irak

Die Anschläge im Irak reißen nicht ab. Am Sonntag kamen bei Explosionen 42 Menschen in Bagdad ums Leben. In Mossul tötete ein Selbstmordattentäter 14 Personen. Allein im Oktober forderte die Gewalt rund 500 Todesopfer.
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BagdadErneut sind bei Anschlägen im Irak Dutzende Menschen gestorben. Allein in der Hauptstadt Bagdad wurden am Sonntag mindestens 42 Menschen getötet und Dutzende verletzt. Die Explosionen ereigneten sich Behördenangaben zufolge in schiitisch geprägten Vierteln der Stadt.

In Mossul, 360 Kilometer nordwestlich von Bagdad, tötete ein Selbstmordattentäter 14 Menschen, darunter fünf Zivilisten. Darüber hinaus erschoss ein Bewaffneter zwei Soldaten außer Dienst. Auf einem Markt in der sunnitischen Stadt Tarmija, 50 Kilometer nördlich von Bagdad, tötete eine Bombe vier Menschen. Am Abend kamen im schiitischen Viertel Madain südlich von Bagdad weitere vier Menschen ums Leben, als Mörsergranaten in Wohnhäusern einschlugen.

Die Anschläge in Bagdad galten den Angaben zufolge Gewerbegebieten und Parkplätzen. Die Sprengsätze seien in geparkten Fahrzeugen platziert gewesen, sagten Polizeibeamte. Die schwerste Explosion ereignete sich den Angaben zufolge im südöstlichen Stadtteil Nahrwan. Dort seien zeitgleich zwei Autobomben explodiert, die sieben Menschen in den Tod gerissen hätten.

In Mossul war der Attentäter mit seinem mit Sprengstoff beladenen Auto in eine Gruppe von Soldaten gerast, als diese eine Straßensperre aufbauten, wie ein Polizist sagte.

Wer hinter den Bombenexplosionen steckte, war zunächst unklar. Allerdings ist der irakische Ableger des Terrornetzwerks Al-Kaida für derartige Anschläge bekannt. Die Extremistengruppe greift häufig Zivilisten in schiitischen Gegenden an. Damit will sie das Vertrauen der Bevölkerung in die von Schiiten angeführte Regierung des Landes untergraben.

Seit April hält im Irak eine Welle der Gewalt an. Allein in diesem Monat wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AP mindestens 545 Menschen getötet.

Agentur
ap 
Associated Press / Nachrichtenagentur

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