Seltene Erden
China verschärft den Krieg um begehrte Rohstoffe

China reduziert die Ausfuhr der begehrten High-Tech-Rohstoffe Seltene Erden Anfang 2011 um 35 Prozent - deutlich stärker als zunächst angenommen. Das teilt das Handelsministerium in Peking mit und bestärkt die weltweite Sorge, dass die Metalle für den Bau von Computern, Halbleitern und Elektromoten knapp und damit teurer werden könnten.
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HB PEKING. Mit der neuerlichen Ausfuhrverringerung steigt für China das Risiko, dass die USA in der Angelegenheit die Welthandelsorganisation anrufen. Am Vortag hatten die Chinesen einen Rückgang um zehn Prozent angekündigt und bereits damit offenkundige Besorgnis der US-Regierung ausgelöst. Künftig wird dem Pekinger Ministerium zufolge aber das Vorgehen bei der Zuteilung geändert, woraus eine noch deutlichere Verringerung resultiert.

Ausländische Firmen seien bei der Genehmigung vom Dienstag für eine erste Ausfuhrmenge 2011 von knapp 14 500 Tonnen bereits eingeschlossen, erklärte die Pekinger Regierung. Es werde keine weiteren Quoten geben. Im März dieses Jahres hatten die Chinesen dagegen ausländischen Firmen zusätzlich knapp 6000 Tonnen zugeteilt, nachdem sie heimischen Konzernen bereits gut 16 300 Tonnen zugestanden hatten.

Über die Gesamtausfuhren für 2011 sei noch nicht entschieden worden, teilte das Ministerium am Mittwoch weiter mit. Gleichzeitig versuchte China, die Wogen zu glätten und Sorgen vor drohenden Engpässen zu zerstreuen: Die Gesamtquote könne nicht allein aus der Zuteilung für die erste Jahreshälfte hochgerechnet werden, hieß es.

Unter dem Protest von Industrieländern hatte China angekündigt, die Ausfuhr der für die Technologiebranche unersetzbaren Metalle zu drosseln und im kommenden Jahr mit höheren Zöllen zu belegen. Dies geschieht der Pekinger Regierung zufolge, um die Umwelt zu schützen und die Belieferung der eigenen Wirtschaft zu sichern. Industrieländer wie Deutschland, Japan oder die USA haben vor Engpässen gewarnt und erwägen eine Klage bei der Welthandelsorganisation (WHO)

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  • @ bolle Den totalen bankrott in jeder Hinsicht so Gott will wirst du erleben. Es wurde alles von den Lumpeneliten dafür getan, das er eintrifft. Du wirst den Verrat an den Zukunftsintressen Der Deutschen voll ausschöpfen können. ich kann hinschauen wohin ich will, der Verfall auf allen Gebieten ist auch wenn man weg schauen möchte nicht mehr zu überdecken. Die in der Vergangenheit verantwortlichen tarnen, tricksen, täuschen noch ein wenig spielen herrum und verabschieden sich dann, natürlich frei von Straffe. Was sie nun gebrauchen könnten wäre Unruhe, Wiederstand um sich dann als wir wollten ja retten, nur das Volk hat uns gehindert, egal wir wurschteln so noch ein wenig und andere haben Fackten geschaffen, siehe der grosse Terminator in Kalifornien.Wobei wir den Vergleich scheuen sollten mit den USA die jungs sind wesentlich besser drauf.

  • @bolle:
    genau richtig. dem drang des wahlvolkes folgend musste man leidliche debatten führen. dem transfergeldempfänger sind doch die rohstoffsorgen unserer unternehmen egal. hauptsache gegen s21 und gorleben demonstrieren und polizeikosten verursachen. wofür die alles zeit haben, und die eigentlichen problem ausblenden...

  • Jetzt zeigt sich , daß unsere Politiker die letzten Jahre komplett geschlafen haben, was die Zukunftschancen der Wirtschaftsstandortes Deutschland betrifft.

    Alles war in den Diskussionen der letzten 10, 15 Jahre wichtiger:
    bildung, integration, Chancengleichheit, Hartz4-Sätze, Klimawandel-Lüge, Terror-Gefahren, Gedenken der Vergangenheit, Steuerdaten-Debatte, und und und.

    Aber die wirklich wichtigen Themen - "Rohstoffversorgung der nächsten 100 Jahre" (und darüber hinaus) und "(Neu-)Schaffung eines stabilen Geldsystems" - wurden völlig außer Acht gelassen und bis heute nicht angepackt.

    Während China, indien und andere aufstrebende Märkte sich sehr strategisch verhalten und sich den Zugriff auf Rohstoffe und böden in aller Welt sichern, hatten und haben unsere Entscheider in ihrer Selbstgefälligkeit nichts besseres zu tun als über Nonsens zu diskutieren.

    Was völlig ausgeblendet wird: Wenn die Wirtschaft nicht läuft und das Steueraufkommen einbricht oder gar ganz kollabiert (siehe 2008/2009), dann brauchen wir über Sozialgeschenke nicht mehr diskutieren - es gibt dann nichts mehr zu verteilen.

    Jetzt, wo die globalen Ressourcen weitgehend verteilt sind, ist das Geschrei groß:

    "...
    Unter dem Protest von industrieländern hatte China angekündigt, die Ausfuhr ... zu drosseln und im kommenden Jahr mit höheren Zöllen zu belegen.
    ...
    Am Mittwoch kritisierte der japanische Elektronikriese Sony die jüngsten Quoten. Sie beeinträchtigen den Konzern zwar nicht direkt, aber sie behinderten den freien Handel
    ..."

    Na und - das ist Wirtschaft. Es steht dem besitzer völlig frei, wem das Gut xy verkauft wird. Ende, Aus, Mickey-Maus.

    Was wir in unserer dekadenten West-Welt mal wieder brauchen, ist eine richtige Depression mit Währungscrash und allem anderen Ungemach - nur dann werden wir fähig sein uns auf wieder das wirklich Wichtige für die Zukunft zu besinnen und strategisch zu handeln. Für die Wirtschaft, für die Gesellschaft, für das Sozialgefüge ...

    Weil das aber dann ohne die jetzigen Entscheider passiert (ohne Pensionsansprüche aus dem Amt jagen wäre noch die mildeste Variante), wird aus Angst davor nichts entschieden - der bankrott in jedweder Hinsicht ist aus jetziger Sicht nicht mehr aufzuhalten.

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