Senatoren wollen hohe Gewinne der Konzerne abschöpfen – Industrie warnt vor sinkenden Investitionen
US-Ölfirmen droht eine Sondersteuer

Die Chefs der amerikanischen Ölgesellschaften Exxon-Mobil, Conoco-Phillips, Shell, BP America und Chevron müssen sich heute im US-Senat für ihre satten Gewinne rechtfertigen. Grund sind die hohen Benzin- und Heizölpreise, die die amerikanischen Verbraucher belasten.

WASHINGTON. Einflussreiche Senatoren aus der Regierungspartei haben Extra-Steuern für die Öl-Multis ins Spiel gebracht, um einkommensschwachen Amerikanern nach den Wirbelstürmen „Katrina“ und „Rita“ zu helfen.

„Ich kann mich nicht guten Gewissens zurücklehnen, während die Ölfirmen denjenigen, die es kaum schaffen, ihre Wohnungen warm zu halten, die kalte Schulter zeigen“, sagte Judd Gregg, Vorsitzender des Haushaltsausschusses im Senat. Der Politiker brachte eine Steuer auf Windfall-Profits, also Gewinne, die vor allem durch den gestiegenen Ölpreis verursacht wurden, ins Spiel.

Der Fraktionschef der Republikaner im Senat, Bill Frist, will hingegen ein Bundesgesetz gegen Preistreiberei prüfen. „Wer das freie Unternehmertum ausnutzt und sich auf Kosten aller Amerikaner bereichert, sollte bloßgestellt werden“, betonte Frist. Nach Schätzungen der Regierung müssen die US-Verbraucher im kommenden Winter rund 50 Prozent mehr für Heizöl und Gas hinblättern als im Vorjahr.

Die amerikanischen Öl-Giganten hatten im dritten Quartal dieses Jahres ein Rekord-Plus eingefahren. So erzielte der Marktführer Exxon-Mobil einen Netto-Gewinn von 9,92 Mrd. Dollar, 75 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Es handelt sich um eines der besten Quartalsergebnisse, das jemals von einer US-Firma erzielt wurde.

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