Senatzustimmung steht noch aus
US-Repräsentantenhaus billigt Ölbohrungen in Alaska-Reservat

Das US-Repräsentantenhaus hat die Pläne zur Ölförderung in einem arktischen Naturreservat von Alaska gebilligt. In dem Gebiet im so genannten North Slope werden rund elf Milliarden Barrel Öl vermutet.

HB WASHINGTON. Die Abgeordneten nahmen einen entsprechenden Antrag des Republikaners Richard Pombo aus Kalifornien mit 225 zu 201 Stimmen an. Die Pläne sehen vor, die Ölförderung auf einer Fläche von 811 Hektar des insgesamt rund 7,6 Mill. Hektar großen Gebiets zuzulassen. Es war bereits die zwölfte Abstimmung im Repräsentantenhaus über das kontrovers diskutierte Projekt seit 1995.

Bevor die Ölförderung beginnen kann, müssen die Pläne jedoch auch vom US-Senat gebilligt werden. Dort haben die republikanischen Befürworter der Förderung eine knappere Mehrheit als im Repräsentantenhaus, so dass die oppositionellen Demokraten das Projekt mit einer Dauerdebatte (Filibuster) blockieren könnten.

In dem Reservat werden bis zu elf Mrd. Barrel Öl vermutet. Die US-Regierung sieht die Ölförderung in Alaska als zentrales Projekt der künftigen Energieversorgung, die derzeit zu einem großen Teil von Öl-Importen abhängig ist. Viele Demokraten und Umweltschützer argumentieren jedoch, dass die Ausbeutung der Ölvorkommen in Alaska nicht die Zerstörung des Lebensraums von Polarbären, Karibus und anderen Tieren rechtfertigt.

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