Senegal wechselt diplomatische Beziehungen
China punktet im Taiwan-Konflikt

China hat in seinen Bemühungen, das als abtrünnige Provinz betrachtete Taiwan international zu isolieren, einen neuen Erfolg errungen. Der westafrikanische Staat Senegal beendete seine diplomatischen Beziehungen zu der demokratischen Inselrepublik und wechselte nach zehn Jahren Unterbrechung wieder zu China.

HB PEKING. In einer Zeremonie in Peking unterzeichneten Chinas Außenminister Li Zhaoxing und sein Amtskollege aus Senegal, Cheikh Tidiane Gadio, die Vereinbarung über die Wiederaufnahme der Beziehungen, wie amtliche chinesische Medien am Mittwoch berichteten.

Damit hat Taiwan nur noch 25 Staaten, die die Inselrepublik diplomatisch anerkennen. Es sind meist kleinere Staaten in Afrika, Lateinamerika oder im Pazifik. Die Regierung in Taipeh warf Peking vor, Senegal „mit Geld und Druck“ zu dem Wechsel bewegt zu haben.

Senegals Präsident Abdoulaye Wade habe Taiwans Präsident Chen Shui- bian geschrieben, zwischen Staaten gebe es „keine Freundschaft, nur Interessen“. Taiwan hatte gerade ein fünfjähriges Hilfsprogramm für Senegal zugesagt, das bis 2010 laufen sollte.

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