Separatisten unter Druck
Korruption zersetzt die Ostukraine

In den von Separatisten beherrschten Gebieten der Ukraine mangelt es an einer klaren Rechtsordnung. Korruption scheint allgegenwärtig, was auch Anhänger des Aufstands an dessen Erfolg zweifeln lässt.
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DonezkMit Kohle beladene Güterzüge stellen in den von Separatisten kontrollierten Gebieten der Ostukraine die Versorgung der Haushalte mit Strom und Wärme sicher. Kohle ist lebenswichtig für die umkämpfte Region, und sie steht zugleich im Zentrum des ersten Korruptionsskandals unter den neuen politischen Verhältnissen. Der frühere Energieminister der von den Separatisten ausgerufenen Volksrepublik Donezk, Alexej Granowski, beschuldigt Industrieminister Alexander Kaljuski, Geld aus dem Verkauf von Kohle an Kraftwerke in die eigene Tasche gesteckt zu haben. Im Zuge von Ermittlungen wegen möglichen Amtsmissbrauchs wurden beide Männer inhaftiert.

Die unklare Rechtsordnung in den von Separatisten beherrschten Gebieten scheint der Korruption Vorschub zu leisten, die bereits unter dem im Februar gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch blühte. Jegor Korossow, ein Berater der Regierung der Aufständischen, sagt, Opportunisten hätten ein im Kriegschaos entstandenes Machtvakuum ausgefüllt und spricht von „Parasiten, die sich an einen schnell fahrenden Zug angehängt haben“. Die Korruption lässt auch Menschen an der Separatistenbewegung zweifeln, die ihr sonst vielleicht gewogen wären: „Korruption ist überall“, sagt Nikolai Usow, ein Bewohner der Region Luhansk. „Wohin man auch geht, überall wollen sie Geld von einem.“

Anhänger Granowskis sind der Ansicht, er zahle den Preis dafür, den mutmaßlichen Betrug öffentlich gemacht zu haben. Bis er die Vorwürfe gegen Kaljuski erhob, war er Treibstoff- und Energieminister. Seine Frau, Natascha Granowskaja, spricht vom politischen Aspekt der Angelegenheit und erklärt, sie hoffe, die Führung der Republik sei einem Missverständnis aufgesessen.

In einem Brief an die Sicherheitsdienste der Separatisten schilderte Granowski im Oktober eine Reihe mutmaßlicher Machenschaften, die die Regierung nach seiner Darstellung Millionen kosteten. Unter anderem soll Kohle von Minen über eine Mittelsfirma unter Kontrolle von Kaljuski an Kraftwerke verkauft worden sein. Dadurch habe Kaljuski Geld abschöpfen können. Seine Anhänger weisen die Vorwürfe zurück.

Ein früherer Beschäftigter eines der Kraftwerke erklärte der Nachrichtenagentur AP, Kaljuski habe ihm mit Festnahme gedroht, weil er Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Mittelsfirma geäußert habe. „Ich habe mich geweigert, die Waggons ohne Genehmigung von Alexej Iwanowitsch (Granowski) zu entladen, aber er war zu der Zeit auf einer Dienstreise in Moskau“, sagte der Mitarbeiter, der anonym bleiben wollte. Allein in diesem Kraftwerk in der Stadt Starobeschewe würden täglich mehr als 6000 Tonnen Kohle im Wert von rund 400.000 Euro verbraucht.

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„Schmerzlich vermisste Mangelware“

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  • "...Korruption zersetzt die Ostukraine..."

    Komisch, gerade erst wurde im ÖR gemeldet das das Gold der Ukraine "verschwunden" ist. So ziemlich alles von den 40 Tonnen ist weg. Nur noch 300 kg sind da. Aber anstatt über die dortige Korruption zu berichten, berichtet man im HB über angebliche Korruption in der Ostukraine. Liebe HB, berichten sie doch lieber mal über unseren neuen Freunde aus Kiew, anstatt immer über den Zaun zu schauen - das ist kleinbürgerlich ;-)

  • Herr Otto Pankrath

    Gut geschrieben, LOL.

  • vor dem Maidan und dem anschießenden Umsturz war die Ukraine eines der korruptesten Länder Europas.
    Im Zeitalter Poroschenkos ist dies allerdings Geschichte, Korruption ist de facto abgeschafft.
    Poroschenko ist der Heilsbringer der Ukraine und für den Westen.
    Er hat auch sein Vermögen ganz legal gewonnen.
    In der Ukraine, ausgenommen den Ost-Gebieten, gibt es keine Korruption mehr.

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