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Serben-Referendum: Im Kosovo droht eine erneute Eskalation

In diesen Tagen gleicht der Kosovo einem gefährlichen Pulverfass. Denn die Minderheit der Serben begehrt auf gegen die Regierung in Pristina und stellt die Unabhängigkeit der einstigen Krisenregion in Frage.

Albanische Hardliner machen bei einer öffentlichen Kundgebung klar, wie sie die neuerlichen Unabhängigkeitsbestrebungen der serbischen Minderheit sehen. Quelle: AFP
Albanische Hardliner machen bei einer öffentlichen Kundgebung klar, wie sie die neuerlichen Unabhängigkeitsbestrebungen der serbischen Minderheit sehen. Quelle: AFP

Pristina / BelgradEs sind nicht mehr als 35.500 volljährige Serben in Nordkosovo, die seit Jahren die Welt beschäftigen. Sie sind Dauerthema im Weltsicherheitsrat, bei der Nato, den USA, der EU und der OSZE. Wie auf Knopfdruck können sie Unruhen auslösen, wie zuletzt im Sommer.

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Jetzt wollen sie erneut Stärke zeigen und organisieren am 14. und 15. Februar ein Referendum - gegen den Willen aller anderen politischen und militärischen Mitspieler. Sie gehen damit aufs Ganze, doch könnte diese Machtprobe für sie auch böse enden.

Die Serben, die in ganz Kosovo nicht mehr als zehn Prozent, im Norden aber die Mehrheit der Bevölkerung stellen, wollen mit ihrer Volksabstimmung jeden Einfluss der albanisch geführten Regierung in Pristina verbieten. Dass nahezu 100 Prozent der Wähler dafür stimmen dürften, ist ausgemacht. Sie vertreten damit wieder einmal ihre Maximalposition: Die vor vier Jahren ausgerufene Unabhängigkeit des Kosovos wird nicht anerkannt; für sie ist nur Belgrad ihre politische Heimat; die Kosovo-Regierung wird nach dieser Lesart von Kriminellen und Terroristen gebildet.

General Ratko Mladic Vom General zum "Schlächter von Bosnien"

  • General Ratko Mladic: Vom General zum "Schlächter von Bosnien"
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Belgrad hat seine Landsleute im Kosovo immer wieder gewarnt, die Abstimmung werde den angestrebten Status des EU-Beitrittskandidaten für Serbien verhindern. In den vergangenen Wochen war trotz der extremen Winterkälte die Stromzufuhr aus der Mutterrepublik in den Nordkosovo empfindlich gedrosselt worden. Die Kosovo-Serben sprachen von Erpressung, wollen aber standhaft bleiben. Und doch wissen sie, dass sie ganz und gar von den finanziellen Zuwendungen Belgrads abhängen, die im Jahr bis zu 500 Millionen Euro betragen.

  • 12.02.2012, 20:46 UhrAnonymer Benutzer: Frank

    Die Reste von Serben und anderen unterworfenen Ethnien in Kosovo haben dort keine Chance, auf Dauer zu überleben. Sie haben nichts mehr zu verlieren. Sie werden verraten und geopfert.

  • 12.02.2012, 14:50 Uhrgünther schemutat

    Wenn alle Eurostaaten die Gebietsforderungen haben wären
    die meisten Staaten draussen. Alle haben geklautes Land und ziehen dafür sogar in den Krieg..siehe Falkland. Aber hier ging es um mehr, die ROT/GRÜNE Armee bombte sich
    zu neuen Wählerstimmen in Deutschland. Angela kam zu spät, dafür lieben uns aber die Serben wenn wir bei ihnen Urlaub machen.

  • 12.02.2012, 14:36 Uhrmondahu

    Nur die Deutschen sind offensichtlich bereit, ihre historischen Landesgrennzen innerhalb zweier Generationen zu vergessen. Andere Völker haben offensichtlich ein längeres Gedächtnis.
    Eines ist allerdings klar: ein Land mit Gebietsforderungen, ganz gleich ob begründbar oder nicht, hat in der EU nichts zu suchen. Wir haben schon genug Händel am Hals.

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