Serbien-Wahl
Milosevic-Sozialisten entscheiden mit

Nach der Wahl in Serbien entscheiden die Sozialisten des inzwischen gestorbenen früheren jugoslawischen Präsidenten Slobodan Milosevic über die neue serbische Regierung. Die Partei wird damit zum Königsmacher.

HB BELGRAD. Sowohl das Lager der Pro-Europäer unter Staatspräsident Boris Tadic als auch der Block der Anti-Europäer mit dem bisherigen Regierungschef Vojislav Kostunica hätten den Sozialisten ein Angebot gemacht, berichteten die Medien am Dienstag in Belgrad übereinstimmend.

Die Sozialisten (SPS) hätten sich jedoch noch nicht entschieden, mit welchem Lager sie ein Bündnis eingehen wollen.

Bei den vorgezogenen Parlamentswahlen hatten die pro-europäischen Kräfte 102 der 250 Mandate im neuen Parlament erobert. Das Lager der Anti-Europäer bilden die Ultranationalisten (SRS) mit 78 und die Kostunica-DSS mit 30 Abgeordneten.

Daneben werden die Sozialisten mit 20 und die Radikalreformer (LDP) mit 13 Mandaten im Parlament vertreten sein. Schließlich schicken die nationalen Minderheiten noch sieben Abgeordnete in die Volksvertretung.

Damit falle den Sozialisten, die bisher zur Anti-Europa-Fraktion gezählt wurden, ebenso die Rolle des Königsmachers zu wie den sieben Vertretern der Minderheiten, schrieben die Zeitungen in Belgrad.

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