Serie der Gewalt
40 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan

Mindestens 40 Menschen sind bei einem Selbstmordanschlag in Zentralpakistan am Donnerstagmorgen getötet worden. 100 weitere Personen wurden verletzt. Der Sprengsatz sei in der Stadt Multan auf einer Kundgebung zum Gedenken an den extremistischen sunnitischen Geistlichen Azam Tariq detoniert, teilte die Polizei mit.

HB MULTAN. Tariq war genau ein Jahr zuvor erschossen worden. Ein vermutlich ferngesteuertes Auto sei in die Menge gerast sei dann explodiert, sagte ein Polizeisprecher. Zuvor war von einem Selbstmordattentat die Rede gewesen. Die Behörden vermuteten einen religiösen Hintergrund.

Der Anschlag ereignete sich vor Sonnenaufgang kurz nach dem Ende der religiösen Kundgebung mit mehreren tausend Teilnehmern. „Ein Auto mit angeschalteten Scheinwerfern raste auf uns zu“, sagte einer der Verletzten. „Es erfasste mehrere Menschen und explodierte. Danach kann ich mich an nichts mehr erinnern“. Nach der Explosion war Augenzeugen zufolge Chaos ausgebrochen. Auf dem Boden waren Blutlachen zu sehen, dazwischen lagen Körperteile verstreut.

Angrenzende Häuser und Geschäfte waren stark beschädigt. Vor dem Krankenhaus in Multan versammelte sich nach dem Anschlag eine wütende Menge von 3000 Sunniten. „Ungläubige, Ungläubige, schiitische Ungläubige“, riefen sie. Auch Protestrufe gegen Präsident Pervez Musharraf waren zu hören. Der pakistanische Innenminister Aftab Ahmed Khan Sherpao schickte Soldaten in die 425 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Islamabad gelegenen Stadt, um für Ruhe zu sorgen.

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