Serie: Mein 11. September
„Dann kam die Sorge, was das für die Weltwirtschaft bedeutet“

Die Anschläge vom 11. September 2001 brannten sich tief ins Gedächtnis der Menschen. Außenhandelspräsident Börner befand sich in Rom, als ihn die Nachricht von den Anschlägen erreichte.
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Ich glaube, fast  jeder erinnert sich noch, wo er am 11. September war und was er gemacht hat, als er die Nachricht von den Terroranschlägen in den USA hörte und insbesondere die Bilder von den Einschlägen der Flugzeuge in die Türme des World-Trade-Centers sah. Ich habe selbst ein paar Jahre in New York gearbeitet. Mein Büro lag am Battery Park, das ist ganz in der Nähe und ich hatte auch öfter im World-Trade-Center zu tun. Das ist aber schon einige Jahre her.

Ich saß an dem Tag, als  die Anschläge geschahen, auf einem Platz mitten in Rom und trank gerade eine Tasse Kaffee. Da kommen zwei ältere Damen auf mich zu, gestikulieren und sprechen mich an „Der Krieg ist ausgebrochen in Amerika“ und „Die Flieger fallen vom Himmel“. Ich dachte zunächst ganz offen gesagt, die beiden seien ein bisschen verrückt und sagte noch, es gebe keinen Krieg in den USA.

Schließlich suchte ich dann aber doch einen Fernseher in der Nähe und sah dort, wie die Flugzeuge in die Türme flogen. Noch immer konnte ich es nicht glauben und dachte im ersten Moment, die machen die Leute verrückt, bis ich aufgrund des Laufstreifens im Bild registrierte, dass es sich um eine Nachrichtensendung handelte. Ich war fassungslos und habe dann als erstes im Büro angerufen und mich informiert, was dort los sei.

Nach dem ersten Schock, dem Mitgefühl mit all den Opfern, den menschlichen Schicksalen und der Dramatik am Ort des Geschehens kam später dann die Sorge, was passiert eigentlich mit den Finanzmärkten und was für Folgen wird das alles für die Weltwirtschaft haben.

Lesen Sie hier mehr persönliche Erinnerungen zum 11. September2001 von Handelsblatt-Korrespondenten sowie Prominenten aus Politik und Wirtschaft.

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