Serie: Mein 11. September „Ich habe dann die Sicherheitslage hochgefahren“

Die Anschläge vom 11. September 2001 brannten sich tief ins Gedächtnis der Menschen. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Beck hatte zunächst den Eindruck, es handelt sich um Fiktion statt um Wirklichkeit.
  • Kurt Beck
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Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD). Quelle: dapd

Der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, Kurt Beck (SPD).

(Foto: dapd)

Der Terror-Anschlag vom 11. September 2001 hat die Welt verändert. Dieser Tag wird immer im Gedächtnis bleiben. Ich erinnere mich gut daran.

An jenem Dienstag nahm ich gerade an der Jubiläumsveranstaltung zur zehnjährigen Partnerschaft unseres Landes mit den Regionen aus Burgund, Mittelböhmen und Oppeln im Landtag teil, als mich am frühen Nachmittag ein Mitarbeiter über ein „schreckliches Unglück, einen Flugzeugabsturz auf ein Hochhaus in New York“ informierte. Ich bin dann in mein Büro gegangen und habe mir die Bilder im Fernsehen angesehen. Da krachte gerade der zweite Flieger in den zweiten Turm des World Trade Centers. Ich hatte zunächst den Eindruck, es handelt sich um Fiktion statt um Wirklichkeit.

Nachdem ich das Parlament und die Gäste im Landtag informiert hatte, habe ich mich mit dem Innenminister getroffen und die Sicherheitslage hochgefahren. Wir mussten zu diesem Zeitpunkt ja auch mit Nachahmern oder geplanten Anschlägen gegen die amerikanischen Einrichtungen in Rheinland-Pfalz rechnen.

Für den Abend hatte ich zum traditionellen Pressefest eingeladen. Da die Journalisten aus allen Teilen Deutschlands kamen, gelang es uns nicht mehr, alle zu erreichen, um das Fest abzusagen. Wir haben dann zusammen die Bilder im Fernsehen verfolgt und bis tief in die Nacht diskutiert. Das wird mir ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Der 11. September hat aber auch gezeigt, dass die Solidarität zwischen dem amerikanischen und dem deutschen Volk und ihren politischen Führungen stark und stabil ist. Ich bin sehr froh darüber, dass sich nach den schrecklichen Ereignissen vor zehn Jahren gerade in Rheinland-Pfalz viele und vielfältige Zeugnisse der deutsch-amerikanischen Freundschaft gezeigt haben.

Im Nachhinein betrachtet hat sich das Verhältnis zwischen Deutschland und den USA sogar noch verbessert. Kein anderes Land in Deutschland hat in der Geschichte und auch heute so enge Beziehungen zu den Vereinigten Staaten wie Rheinland-Pfalz.

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