Serie reist nicht ab
Zahlreiche Tote bei Anschlägen im Irak

Mindestens 16 Menschen sind am Donnerstag bei Anschlägen von Rebellen im Irak getötet worden, viele wurden verletzt. Allein in Bagdad starben zwölf Menschen durch einen Selbstmordattentäter. 56 Personen wurden verletzt.

HB BAGDAD. Ebenfalls in der Hauptstadt töteten Aufständische offiziellen Angaben zufolge bei verschiedenen Überfällen zwei Regierungsmitarbeiter. In Samarra erschossen Rebellen zwei irakische Zivilisten. Seit der Bildung der neuen demokratisch gewählten Regierung vor zwei Wochen sind bei Anschlägen mehr als 400 Menschen getötet worden. Da zumeist sunnitische Aufständische hinter den Gewalttaten stehen, wurden zuletzt Befürchtungen vor einem Bürgerkrieg im Irak laut.

Der Markt in dem zumeist von schiitischen Moslems bewohnten Stadtteil im Osten Bagdads glich nach dem Anschlag einem Trümmerfeld. Mehrere Marktstände und Autos wurden durch die Wucht der Explosion zerstört. Schwarzer Rauch stieg auf.

Weinende Menschen brachten mit Holzkarren die Leichen von Männern und Frauen fort. Nach Angaben der Rettungskräfte waren viele Familien unter den Verletzten.

Unter den toten Regierungsmitarbeitern ist den Angaben zufolge ein Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. Er sei am Morgen im Südwesten Bagdads in seinem Fahrzeug unterwegs gewesen, als ihn drei Unbekannte stoppten und erschossen. Bei einem anderen Überfall töteten der Polizei zufolge Unbekannte einen Mitarbeiter des Innenministeriums. In der nordirakischen Stadt Samarra erschossen Bewaffnete Augenzeugen zufolge zwei Iraker, weil sie Brot an irakische Soldaten verkauft hatten.

Zudem teilte das US-Militär am Donnerstag mit, zwei seiner Soldaten seien bei einer Explosion im Nordwesten des Irak ums Leben gekommen. Ein Armeefahrzeug sei bei einem Einsatz an der Nähe zur syrischen Grenze über eine Mine gefahren. Bei der Explosion seien auch 14 Soldaten verletzt worden. Die Truppen waren an der Offensive Matador beteiligt, die derzeit im Grenzgebiet zu Syrien gegen Aufständische läuft.

Seit dem Einmarsch der US-Truppen im Irak im März 2003 sind in dem Land mindestens 1230 US-Soldaten bei Kampfhandlungen ums Leben gekommen.

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