Serie: Wege aus der Euro-Krise
„Euro-Zone braucht gemeinsame Fiskalpolitik“

Der Chef der Weltbank kritisiert das zögerliche Verhalten von Europa, Japan und den USA in wirtschaftlichen Krisen. Nun komme es auf rasche Maßnahmen an.
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WashingtonEuropa, Japan und die Vereinigten Staaten müssen verantwortlich handeln, sie haben aber schwierige Entscheidungen zu lange verschleppt. Das hat das Spektrum der Möglichkeiten nun verengt. Die Lehre aus 2008 und früheren Krisen lautet: Je später man handelt, desto mehr muss man schließlich tun – und desto schmerzlicher wird es. Die Zeit des Lavierens ist vorbei.

Japan hat sich gegen Strukturreformen gesträubt, die sein stotterndes Wirtschaftsmodell wieder in Fahrt hätten bringen können. Die Vereinigten Staaten stehen vor einem Defizit, das so hoch ist wie noch nie in Friedenszeiten – ohne dass ein Ansatz in Sicht wäre, auf den man sich einigen könnte, wie die Verschuldung unter Kontrolle gebracht werden soll.

Es ist nicht verantwortungsvoll, wenn die Euro-Zone zwar Treue zur Währungsunion schwört, sich aber nicht auf eine gemeinsame Fiskalpolitik einigt. Erst mit dieser kann eine Währungsunion überhaupt funktionieren. Es ist auch nicht verantwortungsvoll, wenn die Euro-Zone nicht die Konsequenzen für Mitgliedsländer akzeptiert, die dem Wettbewerb nicht standhalten oder die hoch verschuldet sind.

Solange sich Europa, Japan und die USA nicht der Verantwortung stellen, werden sie nicht nur sich selbst nach unten ziehen, sondern gleich die gesamte Weltwirtschaft. Dann wird es nicht mehr alleine um eine tektonische Verschiebung gehen, welche die Schwellenländer zu den neuen Motoren der Weltwirtschaft macht. Es wird um tektonische Verschiebungen gehen, die die Industrieländer dazu zwingen, kräftig auf die Bremse zu treten. Aber die Schwellenländer werden nicht dabeisitzen und zuschauen. Sie werden nicht zurückkehren in die hierarchische Welt von 1944, wo sie ohne Stimme waren, ohne Macht, wo es Anführer gab und Gefolgschaft und Einflusssphären.

Kommentare zu " Serie: Wege aus der Euro-Krise: „Euro-Zone braucht gemeinsame Fiskalpolitik“"

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  • Der Film "Inside Job" (nein, nicht NOCH ein 9/11 Film) ist schon etwas leicht 'verjährt' (DSK ist ja inzwischen weg vom Fenster) ist sehr gut gemacht und zeigt u.a. auf, warum wir jetzt da sind wo wir sind. Und dass Zoellick besser daran täte keine 'Ratschläge' (à la Timmy Pinocchio Geithner) an andere Länder oder Kontinente zu verteilen und vor seiner eigenen Tür kehren sollte. Wenn er nämlich mal damit anfangen würde, dann wär er noch am kehren wenn ihm die Zähne und das bisschen Haar, das er noch hat, schon längst ausgefallen sind. Er ist ja schliesslich auch nicht mehr der Jüngste! Auch wenn er nicht die 'Weisheit' des Alters innehat, die so gerne 'Alter' zugeschrieben wird.

    http://vimeo.com/25278394


  • Gut, dass es soviele "1A US Spezialisten" aus dem alten Bushlager gibt, die koennen uns gerne und immer wieder beraten. Jung, empfehl deinen schlachtschifffahrenden Mitbuerger mal unsere Lehrlingsausbildung, pluendert nicht eueren Mittelstand durch Aufkäufe auf und hoert auf, billigen Mist aus China zu kaufen. Anstatt neue Kreditkarten schafft eigene Arbeitsplätze und behandelt euere illegal eingewanderten Latinos nicht als Arbeitssklaven. Die Zeit der Südstaaten ist vorbei. Hat wohl da noch keiner richtig ernsthaft wahrgenommen. Die Amis stehen neben ihrer Kappe. Möchten aber als "Big Joe" immer noch die Welt bevormunden.

  • Typisch Ami: macht's wie wir! Alles in die gleiche Ecke stecken und die nationalen Staatsgewalt und Autonomie total aufgeben.

    US vs Germany: A Comparison In Political Regimes
    http://www.zerohedge.com/news/us-vs-germany-comparison-political-regimes

    http://www.zerohedge.com ist einer der besten Finanzblogs die es gibt und der Einzige wo der Leser nicht für dumm verkauft wird oder man einen Anfall nach ein paar Zeilen kriegt.

    Jetzt wird es nicht mehr lange dauern bis wir so weit sind mit dem ganzen Theater um das griechische Schweinchen zu schlachten! (Oink!). Der Metzger steht schon bereit. Morgen ist 'G-Day', da wird dann 'offiziell' erklärt werden, dass Griechenland "in der Tat" pleite ist (och nee, echt?!?)!

    Europa kriegt's nicht auf Reihe und es ist einfach peinlich und lamentabel was die Finanzfritzen, Politik-Finanzhörigen -und FinanzProstituierten aufführen, um die kaputte Fehlwährung zu 'stützen' und zu stabilisieren (ächz, schnauf! stöhn!). Zwischenzeitlich wird in den 'offiziellen' (verkauft u. unter dem Nagel der Machthaber à la Murdoch) Medien tunlichst unterdrückt, dass weltweit Protestaktionen anlaufen gegen das Räubertum der Bankster und Ganoven im weissen Hemd.

    Nur hier in Deutschland, trotten die Bürger weiterhin brav zum Büro oder wo immer sonst sie 'bestellt' sind, immer der gleiche 0815 Ablauf - Trott und Hühott - und keiner scheint in der Tat wütend genug zu sein, massiv vor der EZB in Frankfurt zu protestieren.

    http://www.livestream.com/globalre

    Dieser Masochismus ist schon über die Massen peinlich und wunderlich. Ich frage mich, wie lange es noch dauern wird, bis die Deutschen vielleicht endlich aus ihrem kollektiven Koma der Massenverblödung aufwachen werden, um mobil und aktiv werden und gegen ihren unfreiwilligen Raubbau lautstark zu protestieren anfangen.

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