Sharon sagt Treffen mit Palästinensern ab
Parallele Selbstmordanschläge in Israel

In der israelsichen Hafenstadt Aschdod sind am Sonntag mindestens acht Menschen bei zwei Explosionen getötet worden. Die Polizei geht von einem doppelten Selbstmordanschlag aus.

HB GAZA. Die radikalen Palästinenser-Gruppen Hamas und El-Aksa-Brigaden haben sich nach einem Bericht des TV-Senders der Hisbollah zu dem Anschlag in der israelischen Hafenstadt Aschdod bekannt. Dort waren am Sonntag bei zwei mutmaßlichen Selbstmordanschlägen Medienberichten und Sicherheitskreisen zufolge mindestens acht Menschen getötet worden. Bei zwei der Toten soll es sich um die Selbstmordattentäter handeln. Aschdod ist einer der zwei größten israelischen Häfen.

Als Reaktion auf die Selbstmordanschläge im israelischen Aschdod hat Israels Ministerpräsident Ariel Scharon Regierungskreisen zufolge ein für diese Woche erwartetes Treffen mit seinem palästinensischen Kollegen Ahmed Korei abgesagt. „Die Kontakte sind unterbrochen und der Gipfel, den wir uns für Dienstag versprochen hatten, findet nicht statt“, verlautete am Sonntag aus den Kreisen.

Die israelische Armee hat am Wochenende im Gazastreifen fünf Mitglieder der radikalen Hamas-Bewegung bei versuchten Angriffen getötet. Soldaten erschossen am Sonntag östlich der Stadt Gaza drei Männer, die einen 40 Kilogramm schweren Sprengsatz bei sich trugen, wie eine Armeesprecherin mitteilte.

Offenbar seien sie unterwegs zu einer nahe gelegenen Siedlung gewesen. Bereits am Vortag waren zwei bewaffnete Hamas-Mitglieder getötet worden, als sie mit Sturmgewehren und Handgranaten in die Sperrzone zu Israel eindrangen. Die Armee geht von einem versuchten Anschlag auf einen israelischen Kibbutz aus. Der militärische Hamas-Flügel Issedin el Kassam bekannte sich in Flugblättern zu beiden Taten und kündigte weitere Angriffe auf israelische Ziele an.

Ein Gericht in Gaza sprach unterdessen vier Palästinenser frei, die wegen eines tödlichen Bombenanschlags auf einen amerikanischen Fahrzeugkonvoi angeklagt waren. Der Freispruch erfolgte aus Mangel an Beweisen gegen die Angeklagten. Bei der Explosion einer etwa 75 Kilogramm schweren Bombe waren am 15. Oktober vergangenen Jahres drei US-Leibwächter getötet und ein vierter schwer verletzt worden.

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