Shebab-Miliz bekennt sich
Tote bei Terrorangriff auf Hotel in Mogadischu

Bei einem Terrorangriff auf ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Sonntagmorgen nach offiziellen Angaben 15 Menschen getötet worden. Unter ihnen sollen Politiker und Regierungsbeamte sein.

MogadischuEine Gruppe Bewaffneter hat am Sonntag ein Hotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu angegriffen, dabei wurden nach Polizeiangaben mindestens 15 Menschen getötet und weitere verletzt. Zu der Attacke bekannte sich die radikalislamische Shebab-Miliz.

Viele Gäste des Hotels Sahafi, das bereits früher Ziel von Angriffen war, sind Regierungsbeamte und Geschäftsleute, wie andere internationale Hotels in der somalischen Hauptstadt ist es stark gesichert. Nach Angaben eines Polizeisprechers rammten die Angreifer zunächst mit einem mit Sprengstoff beladenen Kleinbus die Eingangstore zum Hotel, dann stürmten sie in das Innere des Gebäudes und schossen um sich.

Am Morgen gab es unterschiedliche Informationen über die Lage im Hotel. „Sie haben den Besitzer des Hotels, einen ehemaligen Militärgeneral, und andere Beamte während des Angriffs getötet“, sagte Polizeisprecher Mohammed Hussein telefonisch vom Tatort. „Im Hotel gibt es eine Geiselnahme.“ Ein Shebab-Sprecher erklärte, das Hotel sei in den Händen der Kämpfer. Dagegen erklärten Soldaten der Afrikanischen Union, sie hätten die Angreifer gemeinsam mit somalischen Regierungssoldaten zurückgeschlagen. Die Lage sei wieder unter Kontrolle.

Die AU-Mission für Somalia, Amisom, kämpft mit rund 22.000 Soldaten gegen die mit dem Terrornetzwerk Al-Kaida verbündeten Shebab. Die Miliz, die einst Teile Mogadischus und weite Gebiete im Zentrum und Süden des Landes kontrollierte und die von den Vereinten Nationen gestützte Regierung in Mogadischu bekämpft, wurde in den letzten Jahren deutlich zurückgedrängt. Bei US-Drohnenangriffen wurden zudem mehrere ihrer Kommandeure getötet.

Die Gruppe verübt jedoch weiter regelmäßig Anschläge in der somalischen Hauptstadt und auch vermehrt Angriffe im benachbarten Kenia, bei denen in den vergangenen Jahren hunderte Menschen getötet wurden. Zuletzt waren im September bei einem Autobombenanschlag der Shebab in der Nähe des Präsidentenpalasts mindestens sieben Menschen getötet worden.

Agentur
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AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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