Short-Verbot
Ein deutscher Soldat trägt keine kurzen Hosen

Anders als etwa ihre Kollegen aus Frankreich werden die im Kongo eingesetzten deutschen Soldaten angesichts des feucht-heißen Klimas nicht mit kurzen Hosen ausgestattet. Nicht, dass das Verteidigungsministerium kein Geld dafür hätte - der Sanitätsdienst hat Shorts schon vor Jahren hochoffiziell verboten.

HB BERLIN. Mit dieser Feststellung reagierte das Verteidigungsministerium am Mittwoch in Berlin auf entsprechende Wünsche der Soldaten reagiert, die an Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung jetzt bei seinem Truppenbesuch in Kinshasa herangetragen worden waren.

Wie der stellvertretende Ministeriumssprecher Bernd Hellstern mitteilte, ist die Ausstattung der Soldaten mit kurzen Hosen bereits 1994 einmal geprüft und vom Sanitätsdienst der Bundeswehr aus gesundheitlichen Gründen negativ beantwortet worden. In Heißwetterregionen müsse die Bekleidung wegen des Risikos der Übertragung von Krankheitserregern vor Zeckenbissen, Mückenstichen und Hautverletzungen, aber auch vor übermäßiger Sonneneinstrahlung schützen. Daher müsse der Soldat Kampfbekleidung mit langen Ärmeln und Hosenbeinen tragen.

Auch die Tropenstiefel entsprächen den Erfordernissen des Einsatzes im heiß-feuchten Klima, versicherte Hellstern zu entsprechenden Beschwerden. Zu Forderungen nach Sonnenbrillen verwies der Sprecher darauf, dass eine faltbare Sonnenbrille zur Standardausstattung des Soldaten gehöre. „Wenn er allerdings meint, er müsse eine andere tragen, dann muss er die eben selbst käuflich erwerben.“

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