Shutdown vor 17 Jahren
Die Saat für Clintons Lewinsky-Affäre

In den USA gab es bereits vor 17 Jahren einen „Government Shutdown“, US-Staatsbedienstete mussten in den Zwangsurlaub. Damals halfen Praktikanten im Weißen Haus aus. Eine davon war eine gewisse Monica Lewinsky.
  • 2

Berlin„Government Shutdowns“ sorgen für eine Menge Probleme: Nationalparks schließen, 800.000 Staatsbedienstete bekommen kein Gehalt und Fördergelder werden nicht gezahlt. Doch die „Abschaltung der Regierung“ in den USA weckt auch Erinnerungen an einen der größten Politskandale der US-Geschichte: Monica-Gate. Als 1995/96 US-Staatsbedienstete in den Zwangsurlaub geschickt wurden, halfen im Weißen Haus unbezahlte Praktikanten aus. Unter ihnen war auch Monica Lewinsky.

Währen des Shutdowns arbeitete die damals 24-Jährige im Büro des Stabschefs Leon Panetta, wo sie Telefonanrufe beantwortete und Besorgungen erledigte. Damals kam Bill Clinton wegen des Shutdowns oft in das Büro. Manchmal sprach er dann auch mit Lewinsky, die diese Momente später als „fortgeführten Flirt“ bezeichnete. Am zweiten Tag des Shutdowns damals habe die Affäre mit dem US-Präsidenten begonnen.

Die Sexaffäre mit Lewinsky brachte den damaligen Präsidenten Jahre später an den Rand der Amtsenthebung. Unter Eid leugnete Clinton zunächst das Verhältnis, gab aber schließlich eine „unangemessene“ Beziehung zu. Ein Antrag zu seiner Entlassung fand im Kongress keine Mehrheit. Clinton blieb im Amt.

Auch diesmal trifft die Zwangsbeurlaubung der Mitarbeiter den Amtssitz des Präsidenten besonders hart. Von den rund 1700 Mitarbeitern bleiben knapp 1300 Zuhause. Doch die Praktikanten sollen nun nicht zur Kernbesetzung gehören, sagte Jay Carney, Sprecher des Weißen Hauses am Montag. Rein formal kann sich dieses Szenario diesmal nicht wiederholen: Denn Praktikanten ist es nicht erlaubt, während des Shutdowns zu arbeiten.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Shutdown vor 17 Jahren: Die Saat für Clintons Lewinsky-Affäre"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Teuer erkauft!
    ----------------
    Damit Clinton im Amt bleiben durfte, mußte er wohl,
    unter dem Druck der Banken, den Glass-Steagall Act
    aufheben, welches den Bankensektor mit dieser Dere-
    gulierung zu einem überdimensionierten, hochkomplexen
    Gebilde werden ließ, das sich für Finanzaufseher als
    nicht mehr beherrschbar erweisen sollte.
    Damit wurde ein Geist aus der Flasche entlassen, an
    dem letztendlich auch der sich selbsternannte 'system-
    relevante' Finanzsektor scheitern wird.

  • hihi, deshalb steiegn also die US Börsen.

    Bald herrschen wohl lustvolle Zeiten im Weißen Haus.
    Na denn

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%