Sicherheit in Europa
Außenminister wollen Stabilität herstellen

Terrorismus, Syrien-Krieg, Ukraine-Konflikt. Längst ist die Frage von Krieg und Frieden zu uns zurückgekehrt. Wie die Außenminister von Deutschland, Österreich und Italien Europa nun wieder sicherer machen wollen.
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BerlinDeutschland, Österreich und Italien wollen die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stärken, um Europa sicherer zu machen. Die OSZE müsse für ihre neuen Aufgaben und Herausforderungen gewappnet werden, denn sie werde dringender gebraucht denn je, schrieben die drei Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), Sebastian Kurz und Paolo Gentiloni in einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Mittwochsausgabe). Sie brauche „eine starke Agenda für die Zukunft“.

Krisen und Konflikte stürmten derzeit nicht nur in Syrien, Libyen, Jemen, Irak oder Afghanistan „mit unheimlicher Dichte und Wucht auf uns ein“, schrieben die Außenminister vor Beginn des OSZE-Ministerrats in Hamburg. Auch in Europa seien die Zeiten unsicherer geworden.

Mit der Annexion der Krim durch Russland und dem Konflikt in der Ostukraine sei „selbst die Frage von Krieg und Frieden auf unseren Kontinent zurückgekehrt“, erklärten Steinmeier, Kurz und Gentiloni in der „FAZ“. Die „Eckpfeiler der europäischen Friedensarchitektur, die jahrzehntelang nahezu selbstverständlich erschienen“, seien dadurch in Frage gestellt.

In diesen stürmischen Zeiten brauche Europa „gemeinsame Strukturen, um Sicherheit und Stabilität wiederherzustellen“, und „Foren, um verlorengegangenes Vertrauen neu aufzubauen“, forderten die Mitglieder der neuen OSZE-Vorstands-Troika.

Steinmeier, Kurz und Gentiloni wollen die OSZE in fünf Aktionsfeldern stärken: Dazu zählen sie die Schaffung neuer Dialogformen, die Weiterentwicklung der bisherigen Instrumente, einen Neustart in der konventionellen Rüstungskontrolle, das gemeinsame Herangehen an globale Herausforderungen und die Schaffung von Voraussetzungen für eine handlungsfähige OSZE. Alle Mitglieder müssten der OSZE den politischen und finanziellen Rückhalt geben, den sie für ihre Arbeit benötige.

In Hamburg beginnt am Donnerstag der jährliche Ministerrat der 57 OSZE-Mitgliedstaaten, an der rund 50 Außenminister teilnehmen. Vor dem offiziellen Beginn der Beratungen kommt Steinmeier bereits am frühen Mittwochabend mit Vertretern der Zivilgesellschaft zusammen. Beteiligt sind mehr als 90 Nichtregierungsorganisationen aus zahlreichen OSZE-Staaten. Der OSZE-Ministerrat kommt einmal im Jahr zusammen, um über drängende Fragen der Sicherheitspolitik zu beraten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sicherheit in Europa: Außenminister wollen Stabilität herstellen"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

  • Baue auf und reiße nieder hast du Arbeit immer wieder.

    Diese Herren Außenminister haben bestimmt vor dieser Stabilitätskundgebung eine Analyse erstellt wer für das heutige Säbelrasseln verantwortlich ist.

    Die Herren Außenminister sind die guten.

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