Sicherheits-Gespräche mit Palästinensern
Israel bricht Kontakt zur Autonomiebehörde ab

Wegen der tödlichen Überfälle auf Israelis im Westjordanland hat die Regierung in Jerusalem den Kontakt zur palästinensischen Autonomiebehörde bis auf weiteres ausgesetzt.

HB JERUSALEM. Radikale Palästinenser hatten am Sonntag einen Sammelpunkt für Anhalter in der Nähe eines großen jüdischen Siedlungsblocks angegriffen. Drei Menschen starben, fünf weitere wurden verletzt. Zu den Anschlägen nahe der Siedlungen Gusch Ezion und Eli bekannten sich die Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden.

Die israelische Armee hatte am Vorabend angekündigt, die Bewegungsmöglichkeiten der Palästinenser im Westjordanland wieder zu beschränken. Einige zwischenzeitlich aufgehobene Einschränkungen würden wieder gültig. Aus dem Verteidigungsministerium hieß es, Soldaten würden größere Städte im Westjordanland umstellen und verlangen, dass die Palästinenser zwischen den Ortschaften nur noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln und nicht mehr mit Privatwagen verkehrten.

Die israelische Armee hat unterdessen am Montag im Westjordanland 18 militante Palästinenser festgenommen. Israelische Medien berichteten, die Männer seien im Bereich Hebron, Dschenin und bei Ramallah in Gewahrsam genommen worden. Am Sonntag hatte eine verdeckte Einheit der Armee in Dschenin ein ranghohes Mitglied der radikalen Gruppe Islamischer Dschihad getötet.

Die Palästinensische Autonomiebehörde verurteilte diese Maßnahmen am Montag als kollektive Bestrafung. Der Chefunterhändler Sajeb Erekat sagte im palästinensischen Rundfunk, die Schritte seien „sehr gefährlich“ und heizten die Gewalt weiter an. Er rief zur Rückkehr zu Friedensgesprächen in der Region auf.

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