"Sicherheitsbehörden können wegen Korruption nicht angemessen reagieren"
Putin gibt Fehler bei Umgang mit Geiseldrama in südrussischer Schule zu

Russlands Präsident Putin hat eingestanden, bei der Geiselnahme in der Schule in Beslan Fehler gemacht zu haben. Er kündigte eine Reform der Sicherheitskräfte an.

HB BERLIN. Der russische Präsident Wladimir Putin hat angekündigt, als Resultat des Geiseldramas in Nordossetien die Sicherheitskräfte zu reformieren. Internationale Terroristen hätten Russland den Krieg erklärt, und «wir konnten nicht angemessen darauf reagieren und haben Schwäche gezeigt», sagte Putin am Samstag in einer Fernsehansprache an die Nation. Um der nach neuesten Angaben über 320 Opfer zu gedenken, ordnete er für Montag und Donnerstag Staatstrauer an.

Der Präsident räumte ein, die vom Terrorismus ausgehende Gefahr unterschätzt zu haben: «Wir müssen zugeben, dass wir die Komplexität und Gefahren der Prozesse, die in unserem Land und in der Welt ablaufen, nicht verstanden haben.»

Infolge des Zusammenbruchs der Sowjetunion sei der Staat geschwächt, so Putin weiter. Insbesondere die Grenzen seien unzureichend geschützt, und die Sicherheitsbehörden von Korruption durchsetzt. Um in Zukunft besser auf die Bedrohung durch Terrorismus reagieren zu können, müssten ein effektiveres Krisenmanagement geschaffen und die Sicherheitsorgane neu organisiert werden. Die Reform, die ihm vorschwebe, werde mit der Verfassung im Einklang stehen, versicherte Putin.

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