Sicherheitsbericht
London warnt vor Terror mit Atomwaffen

Die britische Regierung hat vor Terroranschlägen mit Massenvernichtungswaffen gewarnt. Terrororganisationen strebten den Einsatz chemischer, biologischer und sogar atomarer Waffen an, heißt es im jüngsten Antiterror-Bericht, den Innenministerin Jacqui Smith vorstellte.

HB LONDON. Diese Gefahr sei angesichts neuer technischer Möglichkeiten sowie eines illegalen Handels mit solchen Materialien realistischer als in den vergangenen Jahren.

Die Regierung kommt in dem Bericht auch zu der Einschätzung, dass der Rückhalt für das Terrornetzwerk Al Kaida schwindet. Die Organisation sei aber immer noch zu spektakulären Anschlägen fähig, warnt der Bericht. Auch die von islamischen Extremisten ausgehende Terrorgefahr für den Westen bleibe bestehen.

Mit Blick auf den Weltfinanzgipfel in London am 2. April sagte Ministerin Smith, es gebe keine spezifischen Terrordrohungen. Aber die Gefahr von Anschlägen in Großbritannien sei weiterhin groß. "Es kann jederzeit ohne eine Vorwarnung geschehen", sagte Smith.

Der letzte große Terroranschlag in Großbritannien ereignete sich im Juli 2005. Damals kamen bei einer Serie von Angriffen auf den Londoner Nahverkehr 52 Menschen ums Leben. Zwei weitere größere Anschläge schlugen fehl.

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