Sicherheitsexperten
„Der Anschlag kann nicht ohne Folgen bleiben“

Nie zuvor ist es den Taliban gelungen, einen deutschen General zu verwunden. Die Bundesregierung will trotzdem weiter an ihrer Afghanistan-Strategie festhalten. Aus dem Bundestag kommen Forderungen nach Konsequenzen.
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Kabul/BerlinDer blutige Anschlag in Afghanistan, bei dem auch zwei Bundeswehrsoldaten getötet und ihr Kommandeur verletzt wurden, hat die Diskussion um die Sicherheit bei Auslandseinsätzen neu entfacht. Auch Forderungen nach einer Gegenoffensive gegen die Taliban werden in Berlin laut. Für die Bundesregierung steht die Afghanistanstrategie aber nicht infrage. Auch an der Zusammenarbeit mit den afghanischen Sicherheitskräften bei der Ausbildung will man festhalten. Unterdessen kamen bei einem Nato-Luftangriff in der südafghanischen Provinz Helmand nach Angaben der Provinzregierung 14 Zivilisten ums Leben, darunter zwölf Kinder.

Bei dem Anschlag auf hochrangige Sicherheitskräfte hatte sich am Samstag in der nordafghanischen Provinz Tachar nach ersten Erkenntnissen ein Selbstmordattentäter in die Luft gesprengt. Offenbar hatte er sich mit einer Polizeiuniform Zutritt zu dem Treffen am schwer gesicherten Sitz des Gouverneurs in der Provinzhauptstadt Talokan verschafft. Zwei Bundeswehr-Soldaten aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen wurden getötet, fünf ihrer Kameraden verletzt, darunter der deutsche ISAF-Regionalkommandeur für Nordafghanistan, Generalmajor Markus Kneip. Er befand sich nach Angaben der Bundeswehr vom Sonntag in stabilem Zustand und will an seinem Kommando festhalten.

Auch der Polizeikommandeur für den Norden und frühere afghanische Vize-Innenminister, Daud Daud, kam bei dem Anschlag ums Leben. Unter den insgesamt sieben Toten befand sich außerdem der Polizeichef der östlich von Kundus gelegenen Provinz Tachar, Schah Dschahan Nuri. Neun Menschen wurden verletzt, darunter Tachars Gouverneur Abdul Jabar Taqwa. Zu der Tat bekannten sich die Taliban Seit Beginn des Afghanistan-Einsatzes vor fast zehn Jahren ist Kneip der hochrangigste Verwundete der Bundeswehr und der internationalen Truppen insgesamt bei einem Anschlag. Der afghanische Präsident Hamid Karsai sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) eine umfassende Untersuchung des Selbstmordanschlages zu. Am Telefon habe Karsai der Kanzlerin noch einmal „die hohe Wertschätzung des afghanischen Volkes für das deutsche Engagement in seinem Land“ zum Ausdruck gebracht, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.

Obwohl der uniformierte Attentäter zu den Sicherheitskräften gehört haben soll, die die Konferenz schützen sollten, will die Bundesregierung bei ihrer Partnerschaftsstrategie bleiben. „Wenn wir die Sicherheit allmählich in afghanische Hände übergeben wollen, dann geht es nur so, dass wir es mit den Afghanen zusammen tun“, sagte Verteidigungsminister Thomas de Maizière am Sonntag in Hamburg.

Außenminister Guido Westerwelle (FDP) bekräftigte bei einem Besuch im Golfstaat Oman, dass die afghanischen Sicherheitskräfte innerhalb der nächsten Wochen die Verantwortung in ersten Regionen übernehmen sollen. Gegen Ende des Jahres soll dann wie geplant der Abzug der ersten deutschen Soldaten beginnen.

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  • Was hat ein General an vordester Front zu suchen? Mutig aber dumm!

    Naja, wer für die Bilderberger in den Krieg zieht, hat sowieso nicht alle Tassen im Schrank!

  • "Am Telefon habe Karsai der Kanzlerin noch einmal „die hohe Wertschätzung des afghanischen Volkes für das deutsche Engagement in seinem Land“ zum Ausdruck gebracht, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit."

    "Aus dem Bundestag kommen jedoch Forderungen nach Konsequenzen."

    Aber es gibt nur eine Konsequenz - der Abzug .

    - aber der Wähler hält seine Augen offen. Volksabstimmung jetzt - würde Menschenleben retten - aber wer zu spät kommt - läßt andere sterben!

    Letzteres ist immer das Problem einer Regierung, die ihr Ende nicht mit ansehen möchte.

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