Sicherheitskräfte schießen auf Protestierende
Tote bei Bombenanschlag in Indien

Bei einer Bombenexplosion in einer Moschee der südindischen Stadt Hyderabad sind am Freitag mindestens neun Menschen getötet worden. Bei folgenden Auseinandersetzungen mit der aufgebrachten Menge schossen Sicherheitskräfte vor der Moschee in die Menge und töteten drei der Protestierenden.

HB HYDERABAD. Sicherheitsexperten vermuteten muslimische Extremisten, die eine striktere Auslegung des Islam befürworten, hinter der Tat. Bei dem Attentat während der traditionellen Freitagsgebete wurden der Polizei zufolge mehr als 50 Menschen verletzt, drei weitere Bomben seien in der Umgebung entschärft worden. Das örtliche Fernsehen zeigte, wie hunderte Männer und Jungen in weißen Gebetsanzügen nach dem Anschlag aus der Moschee strömten. Einige davon waren blutverschmiert und wurden in Krankenhäuser gebracht.

Nach der Explosion sei es rund um die Moschee zu Ausschreitungen zwischen einer verärgerten Menschenmenge und der Polizei gekommen. Dabei seien Steine geworfen worden, zudem hätten Demonstranten versucht, eine Tanksäule in Brand zu setzen. Die Polizei setzte daraufhin Tränengas ein und gab auch scharfe Schüsse in die Menge ab.

Die Tat war der dritte größere Bombenanschlag auf eine Moschee in Indien seit vergangenem Jahr. Für einen ähnlichen Anschlag im September 2006 im Bundesstaat Maharashrta mit 32 Toten machte die Polizei die verbotene Gruppe einer Islamschule verantwortlich. Diese habe Auseinandersetzungen vor Ort provozieren wollen. Auch die zuständigen Behörden in Hyderabad befürchteten Unruhen zwischen der muslimischen Minderheit und der hinduistischen Mehrheit in der indischen Bevölkerung.

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