Sicherheitsversäumnisse: Clinton übernimmt Verantwortung für Bengasi

Sicherheitsversäumnisse
Clinton übernimmt Verantwortung für Bengasi

US-Außenministerin Clinton muss sich kurz vor Ende ihrer Amtszeit noch für den tödlichen Terrorangriff auf das Konsulat im libyschen Bengasi verantworten. Dabei geht es auch um ihre politische Zukunft.
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WashingtonUS-Außenministerium Hillary Clinton hat in einer ihrer letzten Amtshandlungen die Schuld für Sicherheitsversäumnisse vor dem Anschlag auf das Konsulat im libyschen Bengasi auf sich genommen. „Ich übernehme die Verantwortung“, bekräftigte die 65-Jährige am Mittwoch während einer Anhörung vor dem außenpolitischen Ausschuss im Senat. Es habe für sie bis zu ihrem bevorstehenden Ausscheiden aus dem Amt die höchste Priorität, aus den Geschehnissen zu lernen und die Sicherheit für die diplomatischen Einrichtungen der USA zu verbessern.

Bei dem Angriff am 11. September waren der Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Diplomaten ums Leben gekommen. Der Vorfall wurde erst Tage später von der US-Regierung ausdrücklich als gezielter Terrorangriff eingestuft. In einem Untersuchungsbericht wurde Clintons Ministerium angelastet, es habe nicht genug erfahrene Sicherheitsleute zur Verfügung gestellt. Die ehemalige First Lady versprach, alle Empfehlungen des Berichtes umsetzen zu wollen. Anfragen zu Sicherheitsmaßnahmen für Botschaftspersonal würden nun schneller entschieden.

Die oppositionellen Republikaner werfen Clinton auch vor, sie habe den Anschlag als spontanen Übergriff nach einem anti-muslimischen Schmähvideo herunterspielen wollen. Diesen Vorwurf wies die US-Chefdiplomatin zurück. Sie habe schon am Tag nach dem Angriff von einem Terrorakt gesprochen. Während ihrer Aussage schien Clinton kurzzeitig den Tränen nahe, als sie über ihre Begegnungen mit Hinterbliebenen sprach.

Am Nachmittag (Ortszeit) wollte Clinton auch dem außenpolitischen Ausschuss des Repräsentantenhaus Rede und Antwort stehen. Clinton, die als mögliche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten im Jahr 2016 gehandelt wird, scheidet in Kürze freiwillig aus der Regierung aus. Ihre Antworten im Kongress gelten daher als wichtig für ihre politische Zukunft. US-Präsident Barack Obama hat bereits den Senator John Kerry als Nachfolger benannt. Sein Bestätigungsverfahren im Senat soll am Donnerstag mit einer Anhörung beginnen.

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