Sieben Verletzte
Anschläge auf ISAF in Kabul

Auf die Internationale Schutztruppe in Afghanistan sind am Montag zwei Bombenanschläge verübt worden. Dabei sind sieben Einheimische verletzt worden. Zudem kamen bei einem Selbstmordanschlag in der pakistanischen Stadt Karachi mindestens vier Menschen ums Leben.

HB KABUL. Fünf der Opfer in Kabul saßen Polizeiangaben zufolge in einem Taxi, das hinter einem Fahrzeug der Nato-Friedenstruppen (Isaf) fuhr. Die Bombe sei an einem am Straßenrand abgestellten Fahrrad befestigt und offenbar ferngezündet worden. Der Polizei zufolge wurden auch zwei Passanten verletzt. Zu der Tat bekannten sich der in Pakistan ansässigen Nachrichtenagentur AIP zufolge Anhänger der gestürzten radikal-islamischen Taliban-Herrscher.

Die Detonation ereignete sich auf einer Hauptstraße, an der sich mehrere Stützpunkte der Nato-Friedenstruppen befinden. Die Straße wird aber auch regelmäßig von US-Soldaten benutzt, die in Afghanistan gegen Extremisten der Al-Kaida und Taliban vorgehen. Die Nato-Friedenstruppe in dem Land ist derzeit rund 8000 Mann stark, darunter auch 2200 Bundeswehrsoldaten. Nur wenige Stunden vor dem Anschlag auf der Straße hatten Taliban-Anhänger die Zentrale der Nato-Friedenstruppen in Kabuls mit einer Rakete angegriffen, wobei nach Isaf-Angaben jedoch nur leichter Sachschaden entstand.

Mindestens vier Tote bei Selbstmordanschlag in Karachi

Bei einem Selbstmordanschlag in einer Moschee in der pakistanischen Hafenstadt Karachi sind am Montag offiziellen Angaben zufolge mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Einer der Angreifer habe sich in die Luft gesprengt, sagte ein Behördensprecher. Als die Polizei nach der Explosion das Feuer eröffnet habe, seien zwei weitere bewaffnete Angreifer vor der schiitischen Moschee im Mittelklasse-Bezirk Gulshan-e-Iqbal getötet worden. Der vierte Tote sei ein Polizist. Über die Zahl der Verletzten gab es zunächst keine Informationen.

Ein Mitarbeiter der Rettungskräfte sagte der Nachrichtenagentur Reuters, erzürnte Menschen hätten nach dem Anschlag in der Moschee ein nahe gelegenes Schnell-Restaurant in Brand gesetzt. „Wir bemühen uns, sowohl die Verletzten aus der Moschee, als auch die im Restaurant eingeschlossenen heraus zu holen“, sagte er.

Erst in der vergangenen Woche waren in der Hauptstadt Islamabad bei einem Selbstmordanschlag bei einem schiitischen Fest 19 Menschen getötet und Dutzende verletzt worden.

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