Sieg der Präsidentenpartei Ak Schol erwartet
Wahlfälschungsvorwürfe bei Parlamentswahl in Kirgistan

dpa BISCHKEK. Begleitet von Wahlfälschungsvorwürfen haben in der zentralasiatischen Republik Kirgistan am Sonntag die Parlamentswahlen begonnen. Präsident Kurmanbek Bakijew sagte zu Wahlbeginn, dass nicht alle Parteien in der Lage seien, Verantwortung für das Land zu übernehmen.

Politologen erwarten einen Sieg der Präsidentenpartei Ak Schol. Die Oppositionsparteien warfen den Behörden zahlreiche Rechtsverstöße vor. Viele Wähler würden ihre Stimme mehrfach abgeben. „Die Ergebnisse werden gefälscht, damit die Opposition nicht mehr im Parlament vertreten ist“, sagte der Führer der Oppositionspartei Ata Meken, Omurbek Tekebajew, in Bischkek.

In dem ärmsten Land auf dem Gebiet der früheren Sowjetunion sind 2,7 Mill. Wahlberechtigte aufgerufen, das neue Parlament zu bestimmen. Kandidaten von zwölf Parteien bewerben sich um die 90 Abgeordnetensitze. Nach Angaben der Wahlleitung verfolgen landesweit etwa 600 ausländische Beobachter die Wahl.

Nach mehreren Verfassungsänderungen in diesem Jahr will Bakijew aus Sicht von Beobachtern mit der Wahl seine Machtbasis festigen. Medien und Oppositionsparteien beklagten im Wahlkampf verstärkt Behinderungen. Regierungskritiker bemängeln, dass Korruption und Vetternwirtschaft sowie der Einfluss der Organisierten Kriminalität die demokratische Entwicklung des Landes behinderten.

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