Siemens ist sehr interessiert: US-Kongress sieht deutsche Wideraufbau-Beteiligung im Irak

Siemens ist sehr interessiert
US-Kongress sieht deutsche Wideraufbau-Beteiligung im Irak

Eine Delegation des US-Kongresses besucht derzeit Deutschland. Anlässlich eines wirtschaftspolitischen Treffens in München wurde deutlich: US-Politiker stimmen durchaus für eine Auftragsvergabe an deutsche Unternehmen.

HB MÜNCHEN/HAMBURG. „Wir sollten deutschen Unternehmen die Chance geben, sich zu beteiligen“, sagte der republikanische Abgeordnete Amo Houghton als Leiter einer Kongress-Delegation. Die Firmen hätten das Know-how und die Fachleute, sagte er. Die US-geführte Zivilverwaltung des Iraks (CPA) warb in Hamburg um deutsche Investitionen.

Siemens-Vorstand Uriel Sharef erwartet politische Entscheidungen über eine deutsche Beteiligung am Wiederaufbau in den kommenden Wochen. „Wir sind sehr interessiert und haben die Expertise“, sagte Sharef in München. Ob sich Siemens direkt oder indirekt beteiligen werde, sei noch unklar. Das US-Verteidigungsministerium hatte Deutschland und Frankreich im Dezember wegen ihrer Ablehnung des Irak-Kriegs von den Aufträgen ausgeschlossen. In jüngster Zeit verdichteten sich aber Hinweise, dass die USA nun doch Verträge zum Wiederaufbau ermöglichen wollen.

Der CPA-Direktor für wirtschaftliche Entwicklung, Thomas Foley, sagte am Freitag in Hamburg: „Deutsche Firmen sind willkommen.“ Einen Unterschied zwischen den Ländern, die den Irakkrieg unterstützt haben und denen, die ihn abgelehnt haben, mache er nicht. Viele Firmen seien noch unsicher und wüssten nicht, an wen sie sich wenden sollen. Darum reise er zur Information in verschiedene Wirtschaftsmetropolen. Die Nordafrika-Mittelost-Initiative der deutschen Wirtschaft hatte Unternehmen und Regierungsvertreter zur Information in die Handelskammer Hamburg eingeladen.

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