Signal an Obama
Steinmeier reist 2009 nach Bagdad

Als Antwort auf die Wahl von Barack Obama zum neuen US-Präsidenten will die Bundesregierung die letzten Differenzen beim Irak-Krieg beilegen und die Beziehungen zu der Regierung in Bagdad endgültig normalisieren. Nach Informationen des Handelsblattes aus Regierungskreisen will Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier dazu in den ersten Monaten des kommenden Jahres - also nach der Amtseinführung Obamas - in den Irak reisen.

BERLIN. Damit solle ein Signal an Obama und sein Team gesandt werden, dass die Bundesregierung seine Politik im Nahen und Mittleren Osten unterstütze, bestätigten Diplomaten im Auswärtigen Amt. Steinmeier habe die Beamten angewiesen, über konkrete Projekte für den Wiederaufbau im Irak nachzudenken. Dabei müsse sicher weiter die schwierige Sicherheitslage berücksichtigt werden Auch wenn noch kein genaues Reisedatum feststeht, markiert die nun getroffene Grundsatzentscheidung Steinmeiers für eine Reise in den Irak eine Wende der deutschen Außenpolitik. Er wäre der erste Außenminister, der seit dem Streit über den Irakkrieg nach Bagdad reist. Steinmeier gehört als früherer Kanzleramtschef der rot-grünen Regierung zu den Protagonisten des damaligen deutschen Widerstands gegen den Irakkrieg.

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