Signale für Einlenken der USA
Wende im Stahl-Streit greifbar

Nach Angaben aus deutschen Regierungskreisen gibt e erste Anzeichen für eine Einigung im Streit zwischen den USA und Europa über die von den USA erhobenen Strafzölle auf Stahl.

HB NEW YORK. „Wir hören von Signalen, dass die USA die Auflagen der WTO erfüllen werden“, hieß es am Donnerstag am Rande des US-Besuchs von Bundeskanzler Gerhard Schröder in New York in den Kreisen. Die USA befinden sich unter anderem mit der EU seit längerem wegen der erhobenen Schutzzölle auf Stahlimporte im Streit. Die Welthandelsorganisation (WTO) hat diese Zölle für unzulässig erklärt. Sollten die USA diese Zölle nicht zurückziehen, hat die Europäische Union (EU) den USA mit Erhebung von Abgaben auf US-Importe in Milliardenhöhe gedroht.

Der Handelsstreit zwischen den USA und China verschärfte sich unterdessen weiter. China kündigte an, als Reaktion auf die US-Importstahlzölle ihrerseits Importzölle auf einige US-Rohstoffprodukte zu erheben. US-Außenminister Colin Powell erklärte, US-Präsident George W. Bush werde bald entscheiden, ob die auf Stahlimporte erhobenen Zölle zurückgenommen werden. US-Notenbankchef Alan Greenspan warnte vor dem Hintergrund der von der US-Regierung angekündigten neuerlichen Importbarrieren vor einem aufkommenden Protektionismus in der Handelspolitik.

In den deutschen Regierungskreisen hieß es am Donnerstag, die Bundesregierung sei daran interessiert, dass eine Eskalation in dem Stahl-Streit vermieden werde und wolle mäßigende Rolle spielen. Ungeachtet dessen stehe die deutsche Regierung aber hinter der Position der EU, Gegenmaßnahmen zu ergreifen, falls die USA die Stahlzölle nicht zurücknehmen. Bundeskanzler Gerhard Schröder hatte die USA zuvor aufgefordert, die Strafzölle auf Stahlimporte aufzuheben. Seit der Einführung der Schutzzölle im März 2002 haben sich die Stahlexporte aus der Europäischen Union in die USA um mehr als 40 % verringert.

Seite 1:

Wende im Stahl-Streit greifbar

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%