Silvio Berlusconi
„Ich bin gut, weil ich dem Papst ähnele“

Silvio Berlusconi leistet derzeit seinen Sozialdienst ab. Vor seinem zweiten Arbeitstag im Seniorenheim vergleicht Italiens Ex-Regierungschef sich selbst mit dem Papst. Die Kirche könne er genauso gut anführen.
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MailandDer frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi hat sich mit dem Papst verglichen. Er könne die katholische Kirche genauso gut anführen wie Franziskus, sagte der 77-Jährige dem italienischen Radio 24.

Mit dem Papst habe der Vatikan ein beliebtes Oberhaupt gefunden, das die von Skandalen geschwächte Institution wiederbelebt habe. „Ich mag ihn wirklich, weil er als Papst genauso handelt, wie auch ich gehandelt hätte“, sagte Berlusconi. Auf die Nachfrage, ob der Papst „gut“ sei, weil er Berlusconi ähnele, entgegnete dieser: „Ich würde es andersrum sagen: Ich bin gut, weil ich dem Papst ähnele.“

Das Interview wurde am Freitag vor dem zweiten Besuch Berlusconis in einem Seniorenheim bei Mailand ausgestrahlt. Dort leistet der ehemalige Ministerpräsident mit seinem Sozialdienst seine Strafe wegen Steuerbetrugs ab.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Ich denke schon, dass auch die deutschen Polit-Clowns sich gut in Alten- oder Pflegeheimen machen würden.

  • Das ist doch mal ein interessanter Versuch, wenn sie jetzt in Italien Clowns zur Aufheiterung der Bewohner in Seniorenheime schicken. In Deutschland ist mir das nur von Kinderkrankenhäusern bekannt - die Maßnahme kommt dort meines Wissens gut an.
    Bin gespannt, wie sich dieser Zirkus-Clown auf den Gesundheitszustand und die Stimmung der Bewohner auswirkt. Hoffentlich wird das ganze Experiment auch von Wissenschaftlern begleitet und ausgewertet.

  • Kann es sein, daß es bei dem im Oberstübschen nicht mehr richtig tickt?
    Dem Kerl sollte man während seiner Strafzeit jeglichen Kontakt mit den Medien verbieten. Der benutzt wirklich alles und jeden, um seine Publicitysucht zu befriedigen, und schreckt offensichtlich auch vor den Patienten im Heim nicht zurück.
    Herrn B. würde ich da nicht vorlesen lassen o.ä. (Wie der Leiter des Altenheims, Paolo Pigni, verriet, soll Berlusconi den Menschen dort beim Morgenprogramm helfen, bei dem es um motorische Übungen, Lesen, Schreiben und Spiele geht.), sondern für die schmutzige, schwere Arbeiten einteilen: Putzen, Toiletten und Bäder schrubben, Betten beziehen, abgegessene Teller einsammeln und in die Küche bringen u.ä. Dazu braucht man keinerlei Fähigkeiten im Umgang mit Kranken und kann sie auch nicht für seine Spielchen mißbrauchen. Vielleicht treiben solche Arbeiten mal das dämliche, widerliche Grinsen aus seinem Gesicht und lehren ihn ein bißchen Demut.
    Auf die Patienten würde ich ihn keinesfalls loslassen, das ist ein Zumutung für sie und ihre Angehörigen!
    Alles in allem frage ich mich ob Sozialstunden eine so gute Lösung waren. Statt dessen Hausarrest mit elektronischer Fußfessel (damit könnte man ihn sogar auf einen Teil des Haus beschränken) und dem ganzen Karneval um Berlusconi samt seiner Geltungssucht wäre ein Ende bereitet. DAS täte diesem krankhaften Narzisten wirklich weh.

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