„Der Handel mit Griechenland ist eingebrochen“

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Handel mit Griechenland ist zusammengebrochen

Und heute?

Ironischer Weise ist es jetzt auch wegen Griechenland viel einfacher geworden. Unsere Leute sehen jetzt täglich die Bilder aus Griechenland mit Streiks und dass nichts funktioniert, der Zoll nicht funktioniert, unsere Grenzen geschlossen sind. Und da sagen sie: das wollen wir nicht bei uns haben. Ich kann jetzt unsere Maßnahmen viel einfacher durchsetzen, weil die Menschen sehen was passiert, wenn wir unsere Probleme nicht lösen.

Die Grenze zwischen Bulgarien und Griechenland ist geschlossen?

Ja, immer wieder. Mal streiken die Zöllner und dann stauen sich die Lkw. Zuletzt zehn Tage lang. Und an anderen Tagen streiken die Bahnmitarbeiter und die Züge stehen still.

Und das mitten im vereinten Europa?

Ja, leider. Unser Handel mit Griechenland ist vollkommen zusammengebrochen. Jetzt haben wir unseren Warenverkehr komplett umgelenkt in Richtung Osten, nach Russland und Ukraine.

Aber die Griechenkrise hat doch auch Vorteile für Bulgarien gebracht, oder?

Ja, 2000 griechische Unternehmen haben wegen der niedrigen Steuern ihren Firmensitz zu uns verlegt. Und es gibt noch einen Vorteil: Weil viele Euro-Peripherieländer ihren Investment Grade verloren haben und somit Pensionsfonds ihre Anlagen aus Griechenland, Portugal und Irland abziehen und andernorts anlegen müssen. Und zum Glück müssen sie aber weiter in Europa investiert werden. Und dadurch fließt auch etwas von diesem Geld nach Bulgarien. Das  meiste geht natürlich nach Deutschland, aber bei Bundesanleihen gibt es ja eine negative Rendite und so fließt einiges zu uns. Das nützt uns.

  • 06.11.2011, 00:41 UhrAnonymer Benutzer: Fer

    The minumum wage per month should be at least 260 EUR=500 BGL because the normal everyday spending per person in BG is around 500 BGL. The problem is that it is impossible to make a sharp increase of the minimum wage, it should be done gradually in the next 5 or 10 years in order to slightly increase the standart of living of ordinary bulgarians.

  • 05.11.2011, 14:16 UhrAnonymer Benutzer: mio

    Die monatlichen Lebenshaltungskosten in Bulgarien betragen rund 260 Euro (500 Leva) pro Person. Ab dieser Summe kann man also ein erträgliches Leben in Bulgarien führen. Von daher sind das zweifache von 135 Euro nicht so wenig wie es sich anhört.

  • 04.11.2011, 20:18 Uhrmarketbg

    Ach, mein Gott, es stimmt ja, mit dem 2-fachen von 135 Euro lebt man ja wie im Schlarafenland.Es ist ja fast Hartz IV Summe! Mike, es gibt ein altes lied von Fredy: Junge, komm mal wieder, komm wieder nach Haus... Folge dem Lied, vielleicht wirst Du dann ein anderes Lied singen...

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