Sinai-Halbinsel
Anschlag auf Gas-Pipeline in Ägypten

Eine Gas-Pipeline auf der ägyptischen Halbinsel Sinai ist nach einem Angriff explodiert. Ermittler gehen davon aus, dass die Attentäter gegen die Erdgaslieferungen nach Israel protestieren wollten.
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KairoUnbekannte Angreifer haben einen Anschlag auf eine ägyptische Gas-Pipeline auf der Sinai-Halbinsel verübt. Dies berichteten Sicherheitskreise sowie Augenzeugen am Dienstag. Die betroffene Pipeline versorgt Israel und Jordanien mit Gas. Ein Augenzeuge sagte Ermittlern, er habe drei Männer gesehen, die aus dem Auto bei einer Pumpstation gesprungen seien und darauf Feuer bei der Pipeline entdeckt.

Dann sei eine große Explosion in der nahe gelegenen Stadt el-Arisch zu hören gewesen. Später sahen Augenzeugen eine bis zu 15 Meter hohe Flamme über der Leitung. In der Umgebung fingen auch Hütten und Olivenhaine Feuer. Nachdem die zuständige Firma Gasco die Gaszufuhr der Pipeline stoppte, konnten Feuerwehrleute die Brände unter Kontrolle bringen.

Ein Krankenhaus in der Region meldete einen Verletzten. Welche Auswirkungen der Anschlag auf die Gaslieferungen haben wird, war zunächst unklar. Die Gas-Pipeline ist seit dem Rücktritt von Präsident Husni Mubarak bereits mehrmals angegriffen worden. Ermittler gehen davon aus, dass die Täter damit gegen die Auslieferung ägyptischen Erdgases nach Israel protestieren wollen.

Im Juli waren die Angreifer mit Maschinengewehren bewaffnet gewesen und hatten Mitarbeiter des staatlichen Energiekonzerns Gasco dazu gezwungen, eine Pumpstation zu verlassen. Danach war ein Feuer ausgebrochen. Israel bezieht 40 Prozent seiner Gaslieferungen aus Ägypten.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Sinai-Halbinsel: Anschlag auf Gas-Pipeline in Ägypten"

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    Vielleicht werden wir ja noch mal einmal beste freunde.
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  • SCHOCKIERENDE GESTÄNDNISSE
    Ex-Armeechef packt aus: Erschütternder Zustand der türkischen Armee


    Deutsch Türkische Nachrichten | Veröffentlicht: 25.08.11, 15:26 | Aktualisiert: 25.08.11, 20:13 | 67 Kommentare
    Am Mittwoch sind Tonaufnahmen des ehemaligen Generalstabschefs Isik Kosaner aufgetaucht. Dabei handelt es sich um eine Abschiedsrede vor seinem Rücktritt. Er gesteht Fehler des Militärs ein, die er zuvor strikt dementiert hatte.

  • .
    dann bleibt halt,
    aber Liebeszwang ist nicht erfoderlich, oder ?
    .

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