Singapur Prügelstrafe für deutsche Graffiti-Sprayer

Die Behörden in Singapur sind für drastische Strafen bekannt. Weil sie verbotenerweise Graffiti sprühten, bekommen nun zwei Leipziger drei Stockschläge auf den nackten Hintern – und müssen neun Monate in Haft.
Update: 05.03.2015 - 12:20 Uhr 10 Kommentare

Schock für diese Jungs: Stockschläge und Gefängnis

SingapurWeil sie einen Waggon in Singapur mit Graffiti besprüht haben, sind zwei junge Männer aus Deutschland zu je drei Stockschlägen und neun Monaten Haft verurteilt worden. Ein Richter warf den 21 und 22 Jahre alten Männern am Donnerstag Vandalismus vor.

Das Duo war im November in ein Zugdepot eingedrungen und hatte einen dort abgestellten Waggon besprüht, wie verschiedene Medien berichteten. Danach verließen die beiden Singapur und wurden letztlich in Kuala Lumpur in Malaysia festgenommen.

Anschließend wurden sie an Singapur ausgeliefert. Die beiden Männer sitzen seit November in Haft. Diese Zeit soll auf ihre Strafe angerechnet. Sie kämen demnach im August frei. Die beiden kamen laut Anklage aus Australien. Sie sollen dort gearbeitet haben.

Vandalismus wird mit bis zur drei Jahren Haft oder einer Geldbuße von umgerechnet 1300 Euro bestraft. Zudem drohen bei diesem Straftatbestand laut Gesetz drei bis acht Stockhiebe – eine Bestrafung, die aus der britischen Kolonialzeit stammt.

Die 21 und 22 Jahre alten Männer zeigten vergeblich Reue: „Dies ist die dunkelste Episode in meinem Leben“, sagte der Ältere vor Gericht. „Ich ärgere wegen dieser dummen Tat über mich selbst.“ Der Jüngere meinte: „Ich verspreche, nie wieder so etwas zu tun. Ich muss mich nicht nur bei Ihnen, sondern auch bei meiner Familie entschuldigen, die ich so beschämt habe.“ Die Prügelstrafe wird mit einem Rohrstock auf den nackten Po vollstreckt.

Die beiden stellten die Angaben, die die Staatsanwaltschaft vortrug, nicht in Frage: sie waren am 7. und 8. November in das U-Bahn-Depot Bishan eingedrungen und hatten den Waggon besprüht. Der Richter sprach von einer vorsätzlichen Tat, weil sie den Tatort zunächst ausgespäht hatten.

Die beiden waren anschließend geflohen. Ihr Anwalt Christopher Bridges plädierte vor dem Richter auf Milde: „Seit ich die beiden das erste Mal gesprochen habe, habe ich einen deutlichen Wandel in ihnen gesehen: Ich glaube, sie bereuen (ihre Tat) zutiefst“, sagte er.

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10 Kommentare zu "Singapur: Prügelstrafe für deutsche Graffiti-Sprayer"

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  • @ Color
    Warum halten Sie sich nicht an die Handelsblatt-Netiquette zur Klarnamenabbildung?
    Können Sie bitte genau definieren, was in meinem Beitrag nicht genehm war? Vielleicht das Wort Humanitätsduselei? Gerne werde ich nach Ihrer Antwort meinen Sprachschatz diesbezüglich einschränken.
    Vielen Dank

  • Und sofort sind die Halbstarken aus Leipzig handzahm bei ein paar Prügel. Ja, sie bereuen sogar, sie lernen etwas im Leben durch die Vermeidung von pflaumenweicher Behandlung wie in Deutschland und körperlicher Züchtigung. - so geht ERZIEHUNG. Nicht, wie die drittklassigen Politiker der EU es möchten...Die EU will sogar verbieten, dass man seinem eigenen Sohn eine Ohrfeige gibt wenn er frech antwortet. In Deutschland werden islamische und rechts/links-extreme Schläger wegen "sozialer Härten und einer schwierigen Kindheit" geschont. Man kann nur hoffen, dass wir 2017 eine andere Regierung bekommen und der kriminelle Steuerbetrüger Junker, der die sanfte Tour durchsetzen will, in den Knast wandert. Die EU brüstet sich als Hüter von Meschenrechten, wo es keine Hiebe auf den Allerwertesten gibt, da dort die Würde des Menschen sitzt.

  • Dieses Urteil und die Gesetzgebung sind zu begrüßen, denn sie zeigen abschreckende Wirkung.

    Wie es die Angeklagten selbst sagten: Sie sähen ihre Dummheit ein.

    In der Tat, abstoßende Schmierereien, allüberall in Deutschland. Wird jemand erwischt, darf er nach Hause gehen.

    Für 3 Euro eine Farbdose gekauft und in einer Nacht eine halbe Stadt verschmiert.

    Und wieder sieht man, wohin letztlich links-grünes, liberal tolerantes Gedankengut gut: Zu Vandalismus und Verwahrlosung.

  • Sehr gut - So muss es sein

  • Der Papst ist auch zufrieden , man hat die Würde der Beiden Schmierfinken bewahrt und nur Stockschläge auf den Hintern angedroht und nicht in das Gesicht.

    In Deutschland wären die beiden schon wieder an den nächsten Wänden und U-Bahnen tätig und lachen über die Deutsche Justiz.

    Bravo Singapur , behaltet die beiden erzieht sie um und dann holen die Grünen Psychologen sicherlich beide auf Deutsche Staatskosten aus Singapur ab.

  • Das Urteil von Singapur gegen diese Schmierfinken und deren primitiven Schmierereien sollte zwingende Pflichtlektüre für die dt. Justiz und Richter sein und wärmstens zur Nachahmung empfohlen werden.
    Schade nur das die Strafe so milde ausgefallen ist, statt drei wären dreißig besser gewesen.

    Aber in Dtl. sind so etwas nur bedauerliche "Einzelfälle" mit denen wir leben müssen, auch wenn der Schaden jährlich einige Millionen beträgt.

  • Rohrstock und Pranger wären probate Mittel gegen Steuergelderverschwendung

  • Da kann man wirklich von Justiz sprechen Dieses Graffiti ist letztendlich nur Schmiererei in Verbindung mit Sachbeschädigung. Von Singapur kann man also nur lernen um wieder auf den rechten Weg zu kommen.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Finde ich wirklich gut :-) Wenn sich solche Leute schon nicht in Deutschland benehmen können und als Gäste in einem anderen Land gegen Gesetze verstoßen haben die selber schuld und schade, dass es so etwas nicht in Deutschland gibt aber bitte öffentlich! Das würde bestimmt einige abschrecken :-)

  • Warum nur 3 Stockschläge?
    Den Leipziger Idioten gehört nicht nur eine Tracht Prügel sondern auch die Wiedergutmachung des Schadens, der in Deutschland ohne Sanktion hingenommen wird.

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